Kontakt | Suche | Sitemap | Impressum | français | english 

Zur Website von FAIRMED

Projekt des Monats Januar: Gesundheitsversorgung in Kamerun

Vernachlässigte Krankheiten – vernachlässigte Menschen

Hohe Mütter- und Säuglingssterblichkeit, tiefe Impfraten, Malaria, Tuberkulose, HIV/Aids und Behinderungen durch Lepra oder Buruli: So sieht die Gesundheitsrealität in Bankim im Nordwesten Kameruns aus.

Die Bevölkerung steht für ihre Interessen ein

Im Distrikt Bankim leben 72 000 Menschen hauptsächlich von der Landwirtschaft und der Viehzucht. Eigentlich gibt es genügend Gesundheitszentren, nur werden diese aufgrund  mangelhafter Ausrüstung und ungenügend ausgebildetem Personal kaum genutzt. Es fehlt aber auch am Bewusstsein der Bevölkerung, selber an ihrer Situation etwas verändern zu können.

An Sensibilisierungsveranstaltungen in Gemeinden, Schulen und Vereinen lernen die Menschen, wie das Gesundheitssystem funktioniert, welche Krankheiten bedrohlich sind und wie man sie verhindern kann. FAIRMED hilft den Gemeinden, eigene Gesundheitskomitees aufzubauen, die mit den staatlichen Gesundheitsstrukturen verhandeln können, sodass diese sich um die echten Bedürfnisse der Menschen kümmern.

Die Qualität der Pflege wird besser

Durch Aus- und Weiterbildung des medizinischen Personals verbessert sich die Pflege in den Gesundheitszentren. Im Spital der Stadt Bankim baut FAIRMED ausserdem eine neue Notfallstation. An Aufklärungsveranstaltungen in Schulen und Vereinen lernen besonders Kinder und Frauen, Krankheiten früher zu erkennen und gezielt Hilfe zu suchen. Mit Impfaktionen werden vernachlässigte Krankheiten wie Bilharziose oder Darmerkrankungen graduell zurückgedrängt.

Die Krankheit Buruli Ulcer ist ein Schwerpunkt des Projekts. Durch angewandte Forschung verschafft sich FAIRMED einen Überblick, wo Buruli Ulcer besonders häufig auftritt und wie diese weitgehend unbekannte tropische Krankheit effizienter behandelt werden kann. In Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut engagiert sich FAIRMED, die Übertragungswege von Buruli herauszufinden und neue Behandlungsformen zu entwickeln. Ohne rechtzeitige Behandlung tragen die Kinder – 70% der Betroffenen sind unter 15 Jahre alt – schwerste Behinderungen davon.

Die Verbesserungen bleiben nachhaltig bestehen

An diesem Projekt sind die Bevölkerung, Freiwillige der Gemeinden und kommunale Gesundheitskomitees beteiligt. Aber auch die staatlichen Gesundheitsbehörden,Forscher aus der Schweiz und Kamerun, die UBS Optimus Foundation, welche die Forschung weitgehend finanziert, und weitere Organisationen, die sich bei der Verbesserung der Gesundheitssituation engagieren, tragen dazu bei. FAIRMED koordiniert die Tätigkeiten der Beteiligten, sorgt dafür, dass die Mittel optimal eingesetzt werden und interveniert wenn nötig. So werden die Voraussetzungen geschaffen, dass sich die Gesundheitssituation der Menschen im Distrikt Bankim langfristig verbessern kann.

Lesen Sie mehr dazu in News vom Januar 2011 .

Weitere Informationen über Buruli finden Sie hier.

top

Mit 40 Franken übernehmen Sie den Transport von zwei Kindern ins Spital von Ayos um sie zu operieren. Mit 90 Franken ermöglichen Sie einen Dorfbesuch unserer mobilen Gesundheitsteams. Mit 410 Franken ermöglichen Sie die Ausbildung einer Krankenschwester in Kamerun in der Pflege von Burulipatienten.

Ein Mädchen ruht sich nach der Operation in ihrem Spitalbett aus


Oder helfen Sie:
- mit einem Legat
- mit einer Projektpatenschaft
- mit einer Fremdgeldspende
- mit Freiwilligenarbeit
- mit einer Spende via LSV/Debit Direct (pdf)

 

Archiv der Projekte des Monats