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Eine Pygmäen-Familie wartet auf den Besuch des freiwilligen Gesundheitshelfers.

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Projekt des Monats Februar: Mobilisierung der Gesundheitsversorgung in der Zentralafrikanischen Republik

Gesundheit für die Aka

Aka heisst das Pygmäenvolk im Distrikt Lobaye im Südwesten der Zentralafrikanischen Republik (ZAR). Als Halbnomaden haben sie so gut wie keinen Zugang zu Gesundheitsdiensten. Dies wird FAIRMED ändern.

Vom Bürgerkrieg in der ZAR zwar nicht direkt betroffen, aber völlig an den Rand der Gesellschaft gedrängt, fristen die Pygmäen des Volks der Aka in der Provinz Lobaye ein prekäres Dasein. Kinder- und Müttersterblichkeit sind extrem hoch, Malaria und Tuberkulose weit verbreitet. Viele Menschen, besonders Kinder, leiden an vernachlässigten Krankheiten wie Bilharziose oder der Schlafkrankheit.

Die Aka sind Halbnomaden und leben meist weit abgelegen von Dörfern, wo es einen Gesundheitsposten hat. Als Sammler und Jäger verfügen sie über kein Geld und werden deshalb dort kaum behandelt. Um den Aka und der restlichen armen Bevölkerung der Lobaye zu helfen, hat FAIRMED ihre bisherigen Aktivitäten zu einem grösseren Gesundheitsprojekt erweitert.

Freiwillige und mobile Teams

Bei dieser Arbeit stützt sich FAIRMED auf Erkenntnisse aus ihrem Pygmäenprojekt in Kamerun. Auch dort geht es darum, die Gemeinschaft der Pygmäen zu stärken, damit sie ihre Gesundheitsinteressen selbständig wahrnehmen können. FAIRMED schult Freiwillige, sodass diese die Anliegen ihrer Gemeinden gegenüber den staatlichen Gesundheitszentren vertreten können. In jeder Aka-Gemeinschaft entstehen ein Gesundheitskomitee und ein -fonds, eine Art Krankenkasse, welche die medizinische Hilfe für extrem Arme ermöglicht. Gleichzeitig werden die Betroffenen auf Krankheiten sensibilisiert, die sie bedrohen.

Parallel dazu arbeitet FAIRMED mit dem staatlichen Gesundheitsdienst und rüstet, wo nötig, Gesundheitszentren aus. Um die Aka in den abgelegenen Gebieten behandeln zu können, richtet FAIRMED mobile Gesundheitsteams ein. Das Personal wird geschult und begleitet, sodass die Behandlungsqualität besser wird. FAIRMED führt ein mehrfach getestetes System der Bezahlung nach Leistung ein, sodass konkrete Verbesserungen – mehr Impfungen, Schwangerschafts-untersuchungen und begleitete Geburten – belohnt werden.

Für Kinder und Schwangere

Eine grosse Herausforderung im Projekt ist, alle Beteiligten aktiv zu integrieren: Sesshafte Bevölkerung, halbnomadische Pygmäen, staatliche Gesundheitsstrukturen und andere Organisationen, die an Gesundheitsfragen beteiligt sind. Das Ziel ist die nachhaltige Verbesserung der Gesundheitssituation in der Lobaye. Den Erfolg der Massnahmen misst FAIRMED daran, dass nach vier Jahren Projektdauer, über 80% der Kinder geimpft, drei von vier Schwangeren mindestens einmal medizinisch betreut werden und mindestens die Hälfte der Entbindungen mit fachlicher Begleitung erfolgen.

Mehr über FAIRMED-Projekte in der Zentralafrikanischen Republik

30 Franken kostet die Ausbildung einer Geburtshelferin in der Zentralafrikanischen Republik. 60 x 100 Franken sind notwendig für den Kauf eines Motorrads, um die Kranken zu besuchen.

Abbildung oben: Den Erfolg der Massnahmen misst FAIRMED daran, dass nach 4 Jahren Projektdauer über 80% der Kinder geimpft worden sind.

Abbildung rechts: Dank Beiträgen des Lotteriefonds Bern, der Stavros Niarchos Foundation und der Stiftung Raoul Follereau sind die ersten Massnahmen im Distrikt Lobaye gesichert.

Abbildung rechts unten: Die Apotheke im Gesundheitszentrum von Loko ist nur spärlich ausgestattet.


Oder helfen Sie:
- mit einem Legat
- mit einer Projektpatenschaft
- mit einer Fremdgeldspende
- mit Freiwilligenarbeit
- mit einer Spende via LSV/Debit Direct (pdf)

 

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