
Bei der 6-jährigen Mahima wurde die Lepra noch rechtzeitig entdeckt, doch trotz richtiger Behandlung wird die Krankheit ihr weiteres Leben prägen. Dass sie in einem öffentlichen Gesundheitszentrum behandelt werden konnte, ist auch das Verdienst von FAIRMED.
Vor rund 10 Jahren wurde in Indien die Behandlung von Lepra in die ordentlichen staatlichen Gesundheitszentren integriert. Damit sollte u.a. erreicht werden, dass Lepra als normale, heilbare Krankheit angesehen wird und die Patienten keine speziellen Kliniken besuchen müssen. Die Integration führte vor allem dazu, dass neu Erkrankte leichter den Weg zur Behandlung fanden.
Fokus auf Hilfe zur Selbsthilfe
Die Kehrseite war jedoch, dass die Prävention von Behinderungen bei den schon betroffenen Menschen vernachlässigt wurde. Um diese Lücke zu schliessen und um sowohl die Betroffenen als auch die Gesundheitszentren zu unterstützen, etablierte FAIRMED ein Projekt, das besonders die Selbsthilfe der Betroffenen stärkt und die Gesundheitszentren in die Pflicht nimmt, Behindertenvorsorge zu betreiben. Dazu gehört die Stärkung der Kompetenzen des Gesundheitspersonals in den dezentralen Gesundheitszentren zweier Distrikte in Andhra Pradesh (Guntur und Ost-Godavari).
In einem solchen Gesundheitszentrum wird Mahima nun behandelt. Am Anfang hatten alle noch gehofft, dass sich der geschwollene Nerv des rechten Fusses von Mahima wieder erholt, doch dann mussten sie der Tatsache ins Auge blicken: Der Nerv war aufgrund der Lepraerkrankung nachhaltig geschädigt und sie wird in ihrem rechten Fuss nie wieder ein Gefühl haben. Und hier setzt das FAIRMED-Projekt in Andhra Pradesh zur Verhinderung von Behinderungen an. Gefühllose Körperteile sind vielen Risiken ausgesetzt. Mahima kann sich verbrennen und spürt es nicht, oder eine kleine Verletzung, welche sie nicht beachtet, kann zu einem üblen Geschwür ausarten. Das ist der klassische Verlauf, der bis zu diesen schrecklichen Bildern von verstümmelten Gliedmassen führt. Mahima soll nicht so enden, deshalb sitzt sie da und macht ihre Übungen. Sie muss lernen, wie sie ihren Fuss benutzen und pflegen soll. Dazu wird natürlich auch ihre Mutter eingebunden.
Optimale Behandlung unter Einbezug der Gemeinden
Um die Prävention von Behinderungen wirksam und nachhaltig zu gestalten, setzte FAIRMED auf eine Zusammenarbeit mit den Betroffenen und ihrer Gemeinschaft, wie im Fall von Mahima.
Ziele, die FAIRMED mit Ihrer Unterstützung erreichen will:
Lesen Sie die ganze Geschichte von Mahima im Magazin.
Finden Sie mehr heraus über das Projekt in Andhra Pradesh.
Mit Ihrer Spende können Sie das Leben von leprakranken Menschen wie Mahima verbessern: 30 Franken kostet ein Paar orthopädische Schuhe zum Schutz vor Verletzungen. Mit 60 Franken finanzieren Sie Selbsthilfe-Kits für 10 Personen. Für 220 Franken übernehmen Sie die Kosten für einen Ausbildungstag für das Gesundheitspersonal vor Ort.
Grosses Bild oben: Mahima schaut aufmerksam zu, wie die von FAIRMED eingesetzte Pflegerin ihren Fuss behandelt.
Kleines Bild oben: Mahima kann wie die anderen Kinder spielen, doch sie muss auf ihren Fuss besonders gut aufpassen.
Rechts: Mahima mit ihrer Mutter. Die beiden schöpfen nach dem ersten Schock wieder Hoffnung.
Oder helfen Sie:
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