
aus einem Brief von Valérie Simonet, FAIRMED-Beraterin für die Prävention von Behinderungen:
Sehr geehrte Gönnerin, sehr geehrter Gönner,
Als ich es zum ersten Mal sah, wartete das kleine Mädchen auf einer Bank neben seiner Mutter im Gesundheitszentrum von Ngouantet auf den Krankenpfleger. Kein Wort, kein Lächeln. Nur ein Murmeln, als ich sie nach ihrem Namen fragte: Branda. Ihr kleiner Arm, der komplett mit einer grossen Wunde bedeckt war, verschwand in den Verbänden. Buruli. Ich seufzte. Wenn sie doch nur früher gekommen wäre. Wie viele Dutzend von Kindern habe ich unter dieser Art von Wunde jedes Jahr leiden sehen, seitdem ich für FAIRMED arbeite? Wie viele Hundert Verbandswechsel, die unerträgliche Schmerzen verursachen? Doch wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt worden wäre, hätte all dieses Leiden vermieden werden können.
Heute treffe ich Branda im Bezirksspital von Ayos wieder. Dieses Mal sieht sie mir in die Augen und lächelt mich an. Es geht ihr schon besser. Nach 8 Wochen ambulanter Behandlung in Ngouantet, wo sie täglich ihre Antibiotika erhielt und wo ihre Verbände gewechselt wurden, beschloss man, sie in das Spital von FAIRMED in Ayos einzuweisen, um eine Hauttransplantation durchzuführen.
Ich bin zuversichtlich in Bezug auf die Zukunft von Branda. Sie gehört zu den Kindern, die die geeigneten Behandlungen erhalten. Gelegentlich denke ich an all die anderen, an all die, die zu weit weg wohnen, die keine Transportmöglichkeiten haben, die nicht genug Geld haben oder deren Eltern die Behandlungsmöglichkeiten nicht kennen. All die, die irreversible Folgen davontragen.
Wir arbeiten jeden Tag, um ihnen den Zugang zu Behandlungen in ihrer Nähe zu erleichtern. Helfen Sie uns bei unseren Bemühungen, die für die meisten Menschen die einzige Möglichkeit sind, die Behandlung und Pflege zu erhalten, die sie für ihre Gesundheit brauchen.
Im Namen von Branda und all der Kinder, die endlich behandelt werden, danke ich Ihnen für Ihre Unterstützung.
FAIRMED
Valérie Simonet
Beraterin für die Prävention von Behinderungen
PS. Buruli trifft vor allem Kinder und führt zu schwersten Behinderungen. Danke, dass Sie uns helfen, Kinder vor diesem Schicksal zu bewahren.
Weitere Infos über Buruli und über die FAIRMED-Projekte in Kamerun.
Schon 30 Franken reichen für Bandagen zur Wundversorgung nach der Operation. Mit 4 x 100 Franken kann eine Krankenschwester in der Behandlung von Buruli-Patienten vor Ort ausgebildet werden.
Burulioperationen sind aufwändig, die Heilung dauert Monate.
Oder helfen Sie:
- mit einem Legat
- mit einer Projektpatenschaft
- mit einer Fremdgeldspende
- mit Freiwilligenarbeit
- mit einer Spende via LSV/Debit Direct (pdf)