
FAIRMED unterhält einen mobilen Gesundheitsdienst, der turnusmässig im Slum verkehrt. Es ist die Ambulanz für die Ärmsten vor Ort. Auf seiner Tour begegnet das Ärzteteam immer wieder Menschen, die zu schwach sind, um selber Hilfe zu holen. Die akuten Fälle werden mit der Ambulanz in unser Gesundheits-zentrum gebracht, andere können von unseren Ärzten direkt vor Ort versorgt werden.
Hinter der Ambulanz steht ein Gesundheitszentrum, das FAIRMED direkt im Bainganwadi-Slum betreibt. Nebst dem Gesundheitszentrum mit Allgemeinpraxis und spezieller Hautklinik für Leprapatienten, gibt es bisher zwei weitere Diagnose- und Behandlungszentren, in welchen Kranke kostenlos behandelt werden. Weitere drei solcher Zentren sind geplant, auch um dank frühzeitiger Behandlung – besonders von Tuberkulose und Lepra – die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.
Allein im Bainganwadi-Slum behandelt FAIRMED jedes Jahr über 50'000 Menschen.
Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Film Slumdog Millionaire. Er spielte im Bainganwadi-Slum, dem Drehort auch – immer noch – für das harte echte Leben von 200'000 Menschen.
Hier leben auf der Fläche eines Golfplatzes mehr Menschen als in der Stadt Genf. Engste Wohnverhältnisse und fehlende sanitäre Einrichtungen bedeuten für die Menschen ein hohes Krankheitsrisiko. Da sie aber kaum Geld für einen Arztbesuch haben und Gesundheitszentren nur schwer erreichbar sind, sterben jedes Jahr Tausende an eigentlich problemlos heilbaren Krankheiten. FAIRMED kennt den Kampf gegen diese Krankheiten und kann den Slumbewohnern helfen.
Zum Beispiel Indira, welche dank einer Operation ihre
Finger wieder bewegen kann. Indiras Hände waren durch die Lepra bereits entstellt, als sie
zu uns in die Klinik kam.
Unser Ärzteteam konnte die Krankheit medikamentös behandeln und der jungen
Frau dank eines chirurgischen Eingriffs die Funktionsfähigkeit ihrer Finger zurückgeben. Indira ist heute überglücklich über die wiedergewonnene Selbständigkeit.
Oder Sardeep, der dank speziellen Schuhen seine
Füsse schützen kann.
Sardeep leidet seit über 15 Jahren an Lepra. Da er in
seinen Füssen kein Gefühl
mehr hat, verletzt er sich
immer wieder. Die Wunden entzünden sich und führen
zu schlimmen Verstümmelungen. Um seine Füsse zu schützen und die offenen Stellen vor Infektionen zu bewahren, trägt Sardeep heute individuell angepasste Schuhe mit einer speziellen Polsterung.
Auch Jamal hätte ohne Hilfe
nicht überlebt. Der kleine
Junge hat sich wie viele
andere Kinder beim Trinken
von verunreinigtem Wasser
mit der schweren Durchfall-erkrankung Cholera ange-
steckt. Der Brechdurchfall
hat seinen Körper so ge-
schwächt, dass
er ohne medizinische Versorgung nicht überlebt hätte. Eine Infusion mit Ersatzflüssigkeit sowie Antibiotika brachten Jamal wieder auf die Beine.
Fast die Hälfte der 19 Millionen Einwohner Mumbais leben in Slums. In den engen, verdreckten Gassen breiten sich Krankheiten wie Lepra, Cholera und Tuberkulose aus. Doch die Menschen können sich keine medizinische Behandlung leisten. FAIRMED kümmert sich vor Ort um die Ärmsten und verschafft ihnen Zugang zu einer minimalen Gesundheitsversorgung. Nur gesunde Personen können ihre Leistungskraft einsetzen, Bildung erlangen und die Entwicklung ihrer Lebensumstände vorwärts bringen.
FAIRMED führt mit diesem Projekt zur Zeit eine nationale Kampagne, die sich an eine breite Bevölkerung in der Schweiz richtet. – Sie kennen nun bereits den Hintergrund, wenn Sie die Plakate und Anzeigen bald auf dem Weg zur Arbeit oder beim Lesen der Zeitung antreffen:
Mit den Stichworten «Tuberkulösung», «Lepraxis» und «Slumbulanz» weisen wir darauf hin, dass es nicht nur Probleme bei der Gesundheitsversorgung in armen Ländern gibt, sondern auch Lösungen.
Weitere Infos über das Projekt im Bainganwadi-Slum finden Sie in der März-Ausgabe unseres Magazins «FAIRMED vor Ort».
Die Slumbulanz im Einsatz in Mumbai, Indien
Helfen auch Sie mit, den Ärmsten der Welt ein gesundes Leben zu ermöglichen.
Mit 30 Franken übernehmen Sie die stationäre Behandlung eines kranken Kindes.
Mit 60 Franken finanzieren Sie die Operation einer durch Lepra verstümmelten Hand.
Mit 90 Franken ermöglichen Sie den eintägigen Einsatz eines mobilen Ärzteteams.
Millionen von Tuberkulose-kranken, Leprabehinderten und Slumbewohner in Asien und Afrika haben kaum Zugang zu Gesundheit. Sie sterben an vermeidbaren Krankheiten, führen ein Leben ausgestossen aus der Gesellschaft.
Hier setzen die Projekte von FAIRMED an: Wir verschaffen armen Menschen Zugang zu medizinischer und sozialer Hilfe.