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Zur Jubiläumsseite 50 Jahre : ein Anfang!

Unsere Arbeitsweise

Angepasste Lösungen für unterschiedliche Probleme

Unser Beitrag zu einer besseren Gesundheit der Ärmsten erfordert unseren Einsatz auf verschiedene Art und Weise. Wir verfügen über ein breites Instrumentarium von Lösungen.

Wenn arme Menschen bereits krank oder gar behindert sind, ermöglichen wir Behandlungen, um die Krankheit zu heilen oder die Behinderungen zu beseitigen. Wenn erforderlich, sorgen wir für eine physische Rehabilitation und unterstützen bei bleibenden Behinderungen die Integration der Betroffenen in ihre Familien und soziale Umgebung.

Manchmal sind ganze Gemeinschaften von Krankheiten bedroht oder Krankheit und Tod sind Ausdruck der allgemein miserablen Lebenslage der Menschen. In diesen Fällen gehen wir – neben der direkten medizinischen Hilfe – auch die Ursachenbekämpfung zusammen mit den Menschen an.

Medizinische Behandlung und Rehabilitation

Ziel unserer medizinischen Interventionen ist stets die vollständige körperliche und seelische Wiederherstellung der Kranken. Dafür wenden wir einen grossen Teil unserer Mittel auf. Wenn bleibende Behinderungen die Folge einer schweren Erkrankung sind, ermöglichen wir die physische und soziale Rehabilitation der Kranken. Wenn Lepra- oder Buruliopfer hilflos sind und niemand sich um sie kümmern kann, dann unterstützen wir sie, dennoch ein menschenwürdiges Leben führen zu können. Wo immer möglich, steht dabei die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund. Es gibt aber viele, besonders alte und verlassene Menschen mit schweren Leprabehinderungen, für die wir die fehlende Unterstützung durch die Familie ersetzen und eine angemessene Unterbringung auf Lebenszeit finanzieren.

Wir setzen uns dafür ein, dass Kinder, die von Lepra oder Buruli betroffen sind, nicht sozial ausgegrenzt werden. Wir fördern den Schulbesuch in der regulären Dorfschule. Können sie diese nicht mehr besuchen, z.B. wegen einer langer Hospitalisierung, sorgen wir dafür, dass es für sie spezielle Unterrichtsmöglichkeiten gibt.

Arbeit in ländlichen Gemeinden und in den Nachbarschaften der städtischen Slums

Unsere Hilfe erreicht die Menschen an der Basis. Wir stärken die Fähigkeit der Familien, ihre Gesundheit zu erhalten und zu verbessern. Gemeindegesundheit (Community based health care) fängt bei der Kenntnis der schwersten Gesundheitsprobleme und bei der Suche nach Lösungen an. In erster Linie entwickeln wir Komitees, formieren Selbsthilfegruppen, schulen Freiwillige und statten sie mit dem notwendigen Material für ihre Arbeit mit den Betroffenen aus. Ohne kompetente Begleitung und Unterstützung können solche Basisstrukturen nicht überleben, deshalb arbeiten wir mit lokalen Organisationen der Zivilgesellschaft zusammen, die aus demselben soziokulturellen Umfeld kommen. Die Kompetenz dieser Organisationen zu stärken, ist einer der Schlüssel, um zusammen mit den Betroffenen nachhaltige Verbesserungen zu erzielen.

Stärkung der medizinischen Grundversorgung

Gemeindefreiwillige können z.B. erreichen, dass alle Kinder einer Gemeinde geimpft werden und können Medikamente gegen einfache Erkrankungen abgeben. Aber sie können keine Wunder bewirken. Ein schwer erkrankter Mensch benötigt fachkundige Hilfe. Deshalb unterstützen wir die staatlichen Basisgesundheitsdienste auf der gemeindenahen Ebene (Primary Health Care) Wir unterstützen Gesundheitsposten und Distriktspitäler, damit diese die essentiellen Dienstleistungen bezahlbar und erreichbar für alle anbieten können. Wir achten darauf, dass die Kranken ungeachtet ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit gleich behandelt und dass die Bedürfnisse der Frauen und Mädchen besonders berücksichtigt werden. Um das Gesundheitssystem auf diese Art zu stärken, arbeiten wir mit staatlichen und, soweit vorhanden, auch mit privaten oder konfessionellen Einrichtungen zusammen. Wir verbessern und ergänzen die Ausstattung, schulen das Personal, prüfen die Qualität der Versorgung und organisieren regelmässige Supervisionen. Dies alles geschieht durch unsere lokalen Experten und Projektteams vor Ort.

Unterstützung für staatliche Gesundheitsprogramme

Wo es erforderlich und sinnvoll ist, Lepra- und Burulikranke besser zu versorgen, engagieren wir uns, indem wir staatliche Programme unterstützen. Wir finanzieren aber keine Massnahmen, für die das staatliche Gesundheitswesen die finanziellen Mittel und Kompetenzen hat. Unser Ziel ist es, ein angemessenes System der Gesundheitsversorgung zu entwickeln und zu erhalten. Wir finanzieren keine staatlichen Kernaufgaben. Oft führen wir gezielte Schulungen über Lepra, Buruli und andere Armutskrankheiten durch. Zudem führen wir immer wieder Modellprojekte durch, die aufzeigen, wie erkrankte Menschen besser und früher gefunden und die Krankheiten besser behandelt werden können. In Einzelfällen unterstützen wir auch Feldforschung, um ein verlässliches Bild über die tatsächliche Häufigkeit der Erkrankungen, die Qualität der Versorgung und die Situation der Menschen zu bekommen.

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Zusammenarbeit mit Partnern

Die Finanzierung von ganzen Gesundheitssystemen eines Landes oder von flächendeckenden Seuchenprogrammen werden von potenten, internationalen Geldgebern und Initiativen wie dem Globalen Fond gegen Malaria, Tuberkulose und HIV/AIDS (Global Fund) oder anderen grossen Geldgebern abgedeckt (z.B. Bill und Melinda Gates Foundation, Stop TB Partnership, Role Back Malaria Initiative). Wo immer möglich bieten wir unser Wissen und unsere Erfahrung an, um mit diesen Partnern sinnvolle Projekte zur Stärkung der medizinischen Grundversorgung durchzuführen.