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Zur Jubiläumsseite 50 Jahre : ein Anfang!

ILEP

ILEP Heute

Die Internationale Vereinigung der Anti-Lepra Organisationen (ILEP) verzeichnet heute 14 Mitglieder aus 12 Ländern. Sie koordiniert die Lepraprojekte der Mitglieder auf folgenden Niveaus:

Finanzielle Koordination
Doppelspurigkeiten werden vermieden und die Ressourcen können effizienter eingesetzt werden. Die Mitglieder können ihre Kräfte bündeln und gemeinsam wichtige Initiativen durchführen, vor allem im Bereich der Forschung, des Lehr- und Lernmaterials und der Ausbildung.

Operationelle Kooperation
In den  endemischen Ländern ist ein Mitglied zuständig für die Koordination, den Informationsfluss und die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten der Leprabekämpfung. Die Regierungen haben so einen einzigen Ansprechpartner für die Leprainitiativen und -projekte.

Informationsaustausch
Im Laufe der Jahre hat die ILEP einen Informationsfluss aufgebaut, der es erlaubt, regelmässig die neusten Daten der Lepraprojekte, aber auch wichtige Indikatoren sowie die Finanzflüsse in die Projekte transparent zu machen. Dadurch können die Mitglieder globale Trends erkennen und Versorgungslücken entdecken.
Die Technische Kommission der ILEP unterstützt die Mitglieder in medizinischen und sozialen Fragen sowie in der Forschung. Der partnerschaftliche Austausch von Informationen ermöglicht den Mitgliedern eine Arbeit mit hoher Qualität.

Partnerschaft
Die ILEP arbeitet zusammen mit der International Association for Integration, Dignity and Economic Advancement (IDEA), einer indischen Patientenrechtsorganisation, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie mit den Regierungen der betroffenen Länder.

Die Mitgliederorganisationen der ILEP unterstützen Projekte in 80 Ländern für über 60 Mio. Euro wovon 47% nach Asien, vorab nach Indien, gehen und 42% nach Afrika. Für Forschung werden 4% der Gelder aufgewendet.

René Stäheli, unser Geschäftsführer, ist der aktuelle Präsident der ILEP.


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Geschichte

Internationale Vereinigung der Anti-Lepra Organisationen

Die ILEP entstand aus dem Bedürfnis der Leprahilfswerke, ihre Aktivitäten zu koordinieren. Ziel ist, Doppelspurigkeiten zu vermeiden, Ressourcen effizienter einzusetzen und mehr Patienten zu  erreichen. Durch den Austausch halten die Mitgliederorganisationen ihr Wissen über Leprabekämpfung auf dem neusten Stand.

Das älteste Leprahilfswerk ist seit 1874 aktiv, die meisten wurden nach dem 2. Weltkrieg gegründet, so auch unsere Organisation (1959). Der Belgier Pierre Van den Wijngaert und der französische Journalist Raoul Follerau regten die Gründung einer europäischen Vereinigung der Leprahilfswerke an. Auf der Basis der Statuten, ausgearbeitet von Marcel Farine, unserem Mitgründer, fand am 25. September 1966 die konstituierende Sitzung im Nationalratssaal des Bundeshauses in Bern statt. Marcel Farine amtete als erster Präsident der ILEP.

Mit dem Eintritt von Lepraorganisationen aus USA und Kanada wurde die europäische zu einer internationalen Organisation, wie sie bis heute besteht.