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Zur Jubiläumsseite 50 Jahre : ein Anfang!

Die Krankheit Lepra

Lepra ist eine alte Krankheit; schon in der vorgeschichtlichen Zeit hat es sie gegeben. Auch in der Bibel wird sie erwähnt. Es handelt sich um eine Infektionskrankheit, die durch das Mycobacterium Leprae ausgelöst wird. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch.

Ansteckung

Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit dauert Monate bis Jahrzehnte. Bei der Mehrzahl der Angesteckten kommt es nie zum Ausbruch der Krankheit, der Organismus beseitigt die Erreger ohne spürbare Folgen.

Der Bazillus vermehrt sich langsam, so dass die Beschwerden schleichend beginnen und anfänglich oft nicht beachtet werden. Begünstigt wird die Verbreitung durch die Bedingungen der Armut: enge Wohnverhältnisse, mangelnde Hygiene, schlechte Ernährung und mangelnde Bildung.

Lepra befällt Männer etwas häufiger als Frauen. Erwachsene werden eher befallen als Kinder. Dennoch ist jeder siebte Leprapatient jünger als 14 Jahre.

Verstümmelungen und Behinderungen

Lepra tötet nicht, aber sie verstümmelt. Viele Millionen Menschen leiden auch heute noch an den Folgen der Erkrankung: körperliche Behinderung und soziale Ausgrenzung.

Eine bleibende Behinderung droht vor allem dann, wenn die Krankheit zu spät erkannt wird. Sichtbare, schwere Behinderungen finden sich weltweit bei etwa 4% der Erkrankten. Der bleibende Verlust des Schmerzempfindens betrifft weitere etwa 8% der neuen Erkrankungen. Weil die Nerven geschädigt werden und das Gefühl in Händen, Füssen und auch im Bereich der Bindehaut der Augen  verloren geht, drohen langfristig Verstümmelung und Erblindung.

Ohne Behandlung führt Lepra deshalb im Laufe von Jahren zu Blindheit und schwerster körperlicher Behinderung.

Lepra ist heilbar

Für  die grosse Mehrheit der Erkrankten bringt die medikamentöse Behandlung heutzutage eine vollständige Heilung. Je nach Schwere der Erkrankung dauert die Therapie sechs bis zwölf Monate.

Auftreten

Im Jahre 2009 wurden weltweit etwa 245'000 neue Leprakranke registriert und behandelt. Die meisten Leprakranken leben in Indien. Im 2009 sind dort 133'717 neue Fälle entdeckt worden, das sind etwa 55% aller neuen Leprakranken der Welt. Nach Indien ist Brasilien das Land mit der grössten Leprahäufigkeit: 37’610 Menschen mit Lepra wurden dort 2009 entdeckt.


Weitere Informationen zu unserer Lepra-Arbeit vor Ort finden Sie hier:
Projekte in Afrika
Projekte in Asien

Geschwüre der Füsse

Taubheit bedeutet Verletzung

Sind die Füsse gefühllos geworden, bleiben sie dies für den Rest des Lebens.

Für arme Menschen sind ihre Füsse das wichtigste Transportmittel.

Ohne Schuhe oder mit billigem Schuhwerk entstehen bei tauben Füssen leicht Verletzungen. Aus nicht gefühlten Verletzungen werden rasch tiefe Geschwüre, die die Knochen befallen.

Der Fuss wird zerstört, was folgt sind verkrüppelte Stümpfe oder Amputationen.

Vorbeugung und Behandlung

Fairmed investiert in die Vorbeugung der Behinderungen: Durch schützendes Schuhwerk und Gesundheitserziehung können die Füsse auch ohne Gefühl gesund bleiben. Schuhwerk und Betreuung ist für Lepra Kranke kostenlos.

Kommt es dennoch zu Geschwüren, bieten Spitäler mit Unterstützung von FAIRMED, ehemals Leprahilfe Emmaus Schweiz, die Behandlung der Verletzungen an.

Zur Heilung sind oft plastische Operationen notwendig. Der Spitalaufenthalt dauert oft lange.
Auch für diese Kosten kommt FAIRMED auf.