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Zentralafrikanische Republik

Lepra in der Zentralafrikanischen Republik

Wir konzentrieren unsere Hilfe in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) auf die Unterstützung des nationalen Lepraprogramms. Das Land mit nur etwa vier Millionen Einwohnern gehört zu den fünf ärmsten Ländern Afrikas.  Jährlich werden in der ZAR 300 bis 400 frische Fälle registriert. Die Lepra ist in bestimmten Regionen konzentriert. Dort leben viele Leprabehinderte.

Deswegen stellt die Krankheit dort eine weiterhin sichtbare Bedrohung der Menschen dar. Das ganze Land, insbesondere das Gesundheitssystem der ZAR werden durch Bürgerkrieg, Räuberbanden, Misswirtschaft und Armut zerrüttet. Darunter leidet auch das Lepraprogramm. Viele Erkrankte kommen gar nie oder zu spät zur Behandlung. In stark von Lepra betroffenen Gebieten, in denen die Sicherheitslage dies erlaubt, schulen und unterstützen wir Gemeindefreiwillige, um die Früherkennung der Krankheit zu verbessern (z.B. Lobaye).

Wir helfen ausserdem dem nationalen Lepraprogramm, die nötige Versorgung der Leprakranken zu gewährleisten: Wir unterstützen die Verteilung von Medikamenten, den Kauf und den Unterhalt von Motorräder für die weitere dezentrale Versorgung sowie die Betreuung von Gesundheitszentren, in denen Leprakranke Hilfe finden. Schulungen für das Gesundheitspersonal und von Freiwilligen sowie Aufklärungskampagnen runden unseren Einsatz ab.

Die Lepra bleibt eine Bedrohung für die Menschen in der ZAR, denn gegenwärtig können wir nur dafür sorgen, dass die Betroffenen ausreichende Hilfe bekommen. Die Krankheit zurückzudrängen, ist wegen der herrschenden Bedingungen nicht möglich.

Wir danken unseren Partnern, welche die Arbeit in der Zentralafrikanischen Republik finanziell ermöglichen:

 

Weitere Infos zu Lepra.

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Gemeindegesundheit in der Lobaye

Die Erfahrungen der letzten Jahre in der Unterstützung von Gemeindefreiwilligen in der Lobaye haben uns gezeigt, dass die Gesundheitsversorgung dort besonders für die Minderheit der Pygmäen prekär ist. Während unseres Engagement haben wir umfassende Gesundheits-probleme festgestellt: Die Müttersterblichkeit ist die höchste der Welt, pro 100‘000 Geburten sterben 1‘300 Mütter (in der Schweiz sind es 3-4 Todesfälle). Viele Kinder sterben schon im Säuglings- oder im Kleinkind-alter. Vermeidbare oder behandelbare Erkrankungen wie Malaria, Durchfälle, Atemwegs-erkrankungen, Masern und Fehlernährung sind die Ursachen.

Seit 2010 haben wir deshalb ein Gemeindeprojekt begonnen, dass sich für die Verbesserung der Gesundheit von etwa 50‘000 Menschen in der Lobaye, einer abgelegenen Region an der Grenze zum Kongo einsetzt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind arme, halbnomadische Pygmäen, aber auch die ortsansässige Bevölkerung ist bettelarm und lebt im Wesentlichen von ihrer bescheidenen Landwirtschaft. Wie helfen, Gesundheitsposten aufzubauen und zu verbessern, stellen Medikamente zur Verfügung und schulen das Gesundheitspersonal. Für die Pygmäen übernehmen wir die an sich minimalen, aber für sie oft unerschwinglichen Behandlungskosten in den Gesundheitszentren. Nur so können sie überhaupt behandelt werden. In den Gemeinden setzten wir uns für die Förderung der Gesundheit ein. Gemeindefreiwillige und Gesundheitskomitees stärken die Hilfe zur Selbsthilfe, die in dieser vom Staat vergessenen Region bitter nötig ist.

Der Kampf gegen die Lepra in der Lobaye, aus der über die Hälfte aller Leprafälle der ZAR kommen, geht weiter. Die Freiwilligen, die in der Erkennung der Lepra in den letzten Jahren geschult wurden, integrieren wir in das Gesamtprojekt und erweitern so ihre Kenntnisse und auch ihren Einfluss in den Gemeinden.