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Armut soll keine Folge von Behinderung sein

In vielen Ländern der Welt haben Menschen mit einer Behinderung keinen Zugang zu Gesundheitsleistungen und fristen ein Dasein am Rande der Gesellschaft. An der Premiere des Global Disability Summit standen ihre Probleme für einmal im Zentrum: Über 700 Interessenvertreter einigten sich auf zahlreiche Massnahmen, die das Leben von Betroffenen erleichtern sollen.

In Nepal bildet FAIRMED blinde Personen beim Flechten von Stühlen aus

Unter anderem versprach UNICEF, über 30 Millionen zusätzlichen Kindern mit einer Behinderung eine hochwertige Bildung zu ermöglichen. Die Vereinten Nationen gaben bekannt, bis Anfang 2019 einen Aktionsplan für Betroffene zu erarbeiten. Darüber hinaus verabschiedeten die anwesenden Regierungen, Organisationen und Verbände über 170 weitere Massnahmen, die Menschen mit einer Behinderung unterstützen sollen.

Die Wichtigkeit davon zeigt ein Blick auf die Zahl der Betroffenen. Weltweit lebt laut der WHO jeder siebte Mensch mit einer Form von Behinderung, die Mehrheit in Ländern mit niedrigem Einkommen. In diesen Ländern ist eine Behinderung oft Ursache und Folge von Armut. Denn hier können sich Betroffene keine Gesundheitsversorgung leisten und gleichzeitig aufgrund ihrer Behinderung nicht arbeiten und kein Einkommen erzielen.

«Ein würdevolles Leben ermöglichen»
Gegen diese Ungerechtigkeit setzt sich FAIRMED ein, indem wir Personen mit einer Behinderung mit spezifischen Programmen unterstützen. Ein Beispiel: In unseren Projekten in Nepal stellen wir Betroffenen nicht nur medizinischen Leistungen zur Verfügung, sondern unterstützen sie zusätzlich bei der Suche nach Arbeit.

«Wir bieten Schulungen und Trainings an, die Betroffenen die dazu nötigen Fähigkeiten vermitteln», erklärt Landeskoordinatorin Nirmala Sharma. «Wir wollen, dass Personen mit einer Behinderung ein würdevolles Leben führen können. Wenn sie arbeiten können und etwas verdienen, lässt das ihr Gefühl verschwinden, dass sie eine Last für die Menschen in ihrem Umfeld sind», so Sharma weiter.