|

Das Leben zum Positiven wenden

Sri Lanka gehört weltweit zu den Ländern mit den häufigsten Neuentdeckungen von Lepraerkrankungen. Jährlich werden rund 2000 neue Fälle entdeckt. Die relativ hohe Anzahl Betroffener zeigt, vor welcher gesundheitlichen Bedrohung die Bevölkerung steht. Deswegen unterstützt FAIRMED mit dem neuen Projekt die Bekämpfung von Lepra in Sri Lanka.

Sri Lanka gehört mit 2000 neu diagnostizierten Fällen jährlich zu den Ländern mit den meisten Neuentdeckungen.

Auf dem Inselstaat Sri Lanka im indischen Ozean ist die Hautkrankheit Lepra, die zu den vernachlässigten Tropenkrankheiten gehört, noch weit verbreitet. Vor allem in armen Gemeinschaften bleibt das Risiko einer Verbreitung hoch. Doch die lokalen Gesundheitsstrukturen sind der hohen Anzahl Betroffener nicht gewachsen. Gründe sind mangelndes Geld und das Vorkommen anderer Krankheiten wie Dengue wird mehr Beachtung geschenkt. «Obwohl in Sri Lanka im Vergleich zu anderen südostasiatischen Ländern eine hohe Anzahl Leprabetroffener mit sichtbaren Behinderungen leben, wird von den Gesundheitsbehörden nur wenig unternommen. Ausserdem suchen Betroffene nur selten einen Arzt auf», bedauert Nayani Suriyarachchi, Länderverantwortliche in Sri Lanka.

Nachhaltigkeit ist der Schlüssel

Über die nächsten vier Jahre wird das neue Lepra-Projekt das bestehende Gesundheitssystem stärken. Gemeinsam mit den regionalen Gesundheitsbehörden arbeitet FAIRMED daran, aktiv Betroffene ausfindig zu machen, schnellstmöglich zu behandeln und Patienten daran zu hindern, die Behandlung abzubrechen. «Wir werden von Schule zu Schule und von Haus zu Haus gehen. Wir werden mobile Kliniken und Gesundheitszentren einrichten, damit so viele Betroffene wie möglich gefunden werden und eine Behandlung erhalten», sagt Suriyarachchi entschlossen. Mit Plakatkampagnen, der Aus- und Weiterbildung von Gesundheitspersonal und regelmässigen Treffen mit Vertretern von Gemeinschaften und Institutionen setzt das Projekt auf Nachhaltigkeit. Suriyarachchi erhofft sich viel von dem Projekt: «Wir stehen vor einer grossen Herausforderung. Bis wir Lepra endgültig als eliminiert bezeichnen können, muss noch viel getan werden. Doch ich bin zuversichtlich, dass wir mit vereinten Kräften das Leben der Betroffenen zum Besseren wenden können.»