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Die Schweiz - Hochburg der Lepra-Bekämpfung

Mitte Oktober holte die Welt-Lepra-Organisation ILEP Lepra-Experten aus 24 Ländern nach Bern. Während vier Tagen wurde die Umsetzung der neuen Anti-Lepra-Strategie der WHO diskutiert.

Gründung der ILEP, 1966


«Noch immer halten Länder an Gesetzen fest, die Lepra-Betroffene gezielt diskriminieren», sagt FAIRMED-Geschäftsleiter René Stäheli. Der Kampf gegen die Infektionskrankheit Lepra ist auch immer ein Kampf gegen mangelndes Wissen. Ein Kampf, der sich nur durch Sensibilisierungsarbeit und länderübergreifende Zusammenarbeit gewinnen lässt. Zu diesem Zweck holten FAIRMED und die Welt-Lepra-Organisation ILEP vom 11. – 14. Oktober rund 80 Lepra-Experten nach Bern.

Die Teilnehmenden, darunter Ärzte und Betroffene, diskutierten die Umsetzung der Anti-Lepra-Strategie 2016-2020 der WHO. Besonderes Gewicht hatten in dieser Diskussion die Stimmen des «Gremiums für Lepra-Betroffene». Unter der Leitung des Paraguyaners Mathias Duck zeigte das Gremium auf, dass die Bedürfnisse der Betroffenen im Zentrum jeder Anti-Lepra-Massnahme stehen müssen. Im Rahmen der Konferenz wurden auch neue Hilfsmittel im Kampf gegen Lepra vorgestellt. Dazu zählten unter anderem neue Diagnose-Methoden, ein potentieller Impfstoff sowie verbesserte Verfahren zur Erfassung von Betroffenen.

Am 13. Oktober beging die ILEP zudem ihren fünfzigsten Jahrestag im Siechenhaus, einem ehemaligen Leprosorium in Burgdorf. FAIRMED, welche die Konferenz und das Jubiläumsfest organisierte, gelang es, einige Schweizer Medien für eine Berichterstattung über Lepra zu gewinnen.

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