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Ein neuer Tag im Kampf gegen Armutskrankheiten

Am 30. Januar 2020 steigt der erste World NTD Day. An diesem Tagen machen über 280 Partner aus Politik, Wirtschaft, Gesundheit und Zivilgesellschaft auf den Kampf gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten (NTDs) aufmerksam.


1,5 Milliarden. Das ist die Zahl der Menschen, die immer noch dem Risiko vernachlässigter Tropenkrankheiten wie Lepra oder Buruli ausgesetzt sind, nur weil sie in armen, abgelegenen oder vernachlässigten Gemeinschaften leben. Ende Januar wird mit dem ersten World NTD Day ein entscheidendes Jahr im Kampf gegen diese Krankheiten eingeläutet.

Der Zeitpunkt für den Tag wurde gewählt, weil die Weltgesundheitsorganisation WHO erwartungsgemäss Anfang 2020 neue NTD-Ziele bekannt geben wird. Die Staats- und Regierungschefs werden also die Möglichkeit haben, sich zu verpflichten, politische und finanzielle Ressourcen für den Kampf gegen NTDs bereitzustellen. Dies wird jedoch nicht ohne die Unterstützung einer gut organisierten NTD-Gemeinschaft geschehen, die sich in den kommenden Monaten für das Thema stark machen wird.

Rekordinvestitionen im Kampf gegen Armutskrankheiten

Dass der Kampf gegen Armutskrankheiten bereits in die richtige Richtung geht, zeigen die neusten Zahlen des G-FINDER-Berichts des Thinktanks Policy Cures Research. Dieser weist die globalen Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) von neuen Produkten zur Prävention, Diagnose, Kontrolle oder Heilung armutsbedingter Krankheiten in Entwicklungsländern aus.

Im Geschäftsjahr 2018 investierten die öffentliche Hand (v.a. Regierungen), der private Sektor (v.a. multinationale Pharmakonzerne) sowie Stiftungen und Einzelpersonen insgesamt 4, 055 Milliarden US-Dollar - das höchste Ergebnis seit der ersten Erhebung im Jahr 2007.