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Ein Tag im Leben einer Asha

Ashas sind freiwillige Gesundheitsmitarbeiterinnen in Indien. Sie sind dafür ausgebildet, die Anzeichen von Lepra zu erkennen und zu behandeln.

Bharatibai Gawit klärt ihre Patienten über die Folgen von Lepra auf


Bharatibai Gawit ist eine junge Frau aus dem indischen Dorf Charanpudi. Tagtäglich ist die Asha* unterwegs, um eigenhändig Leprabetroffene aufzuspüren, zu behandeln und aufzuklären. Bharatibai Gawit wurde vom indischen Gesundheitsministerium ausgebildet und darin geschult, die Anzeichen von Lepra zu erkennen. Zudem klärt Bharatibai die Betroffenen über die Gründe, die Folgen und die Heilungsmethoden von Lepra auf.

Ständig unterwegs

FAIRMED durfte die Asha Bharatibai einen Tag lang begleiten. Nachdem ihre Kinder und ihr Mann morgens aus dem Haus sind, begibt sich Bharatibai zu ihren Leprapatienten nach Hause. Nachmittags besucht sie diejenigen auf den Feldern und abends, nach dem Abendbrot mit ihrer Familie, stattet sie noch den wichtigsten Patienten einen Besuch ab. Sie wechselt den Patienten die Verbände und unterrichtet sie im richtigen Umgang mit Lepra. Zudem hilft sie den Patienten, weiteren Behinderungen vorzubeugen.

Ohne Asha keine medizinische Hilfe

Als Asha verdient Bharatibai keinen fixen Lohn, sie wird vom Gesundheitsministerium pro aufgespürtem und betreutem Leprapatienten bezahlt. Sie ist flexibel und hegt einen engen Kontakt zu ihren Patienten. Ohne die Ashas würden viele Leprabetroffene ohne medizinische Hilfe bleiben: «Da das nächste Gesundheitszentrum 15 Kilometer entfernt von hier ist, kommen meine Patienten gar nicht dorthin.» Die meisten besitzen weder ein Autos noch ein Motorrad noch ein Fahrrad. «Deshalb ist es gut, dass wir Ashas die kranken Menschen in der Nähe unseres Wohnorts besuchen und versorgen können.»

*Accredited Social Health Activist

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