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Eine glückliche Geburt

Sichere Geburten sind für Aka-Frauen in der Zentralafrikanischen Republik keine Selbstverständlichkeit. Denn die Aka leiden unter bitterer Armut und haben nur einen erschwerten Zugang zu medizinischer Versorgung. Lesen Sie hier, wie sich FAIRMED für Schwangere und frischgebackene Mütter engagiert.

Aka-Frau Elyse und ihr kleines Töchterchen Madeleine

Im Gesundheitsposten in Ikoumba treffen wir die 45-jährige Aka-Frau Elyse und ihr kleines Töchterchen Madeleine, das sie vor drei Tagen geboren hat. «Als die Wehen einsetzten, machte ich mich auf den Weg zum Gesundheitsposten, das sind dreiviertel Stunden zu Fuss», erzählt die sichtlich geschwächte Elyse. Die Geburt verlief gut, danach bekam Elyse aber plötzlich starke Blutungen und musste oft und stark erbrechen.

Umgehend wurde sie mit den nötigen Medikamenten versorgt, die Blutungen und das Erbrechen stoppten. «Hätte Elyse ihr Kind zu Hause zur Welt gebracht, hätte sie diese Komplikationen nicht überlebt – wenn sie nicht verblutet wäre, so sicher dehydriert», sagt Joseph, der Leiter des Gesundheitsposten.

Gutscheine für eine sichere Geburt
Genau wegen solchen Komplikationen fördert FAIRMED im Rahmen des Projekts «Santé Primaire Lobaye» Geburten in Gesundheitseinrichtungen. Unter anderem machen wir dies durch die Vergabe von Gutscheinen, die beispielsweise für das Essen während des Aufenthalts im Gesundheitszentrum, Kleidchen für das Neugeborene und Medikamente eingesetzt werden können.

Im Fall von Elyse hat dieser Gutschein für die ganze Familie eine existenzielle Bedeutung: «Meine Frau kann durch die Geburt nicht mehr mithelfen, Essen zu beschaffen und zu verarbeiten. Wenn sie als Arbeitskraft ausfällt, ist das deutlich spürbar. Ihr noch das Essen zu finanzieren, wenn sie im Gesundheitszentrum ist, wäre für uns schlicht unmöglich», erzählt ihr Ehemann Pierre.