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Eine Million Vertriebene in Zentralafrika

Der Konflikt in der Zentralafrikanischen Republik hat mit über einer Million Vertriebenen einen traurigen Höhepunkt erreicht. Jeder Zweite benötigt dringend Schutz oder humanitäre Hilfe. Trotz der zunehmenden Gewalt an der Zivilbevölkerung bleibt die Berichterstattung in den internationalen Medien aus.

Foto: UNHCR / Djerassem Mbaiorem

Seit Frühjahr 2017 hat der anhaltende Konflikt in Zentralafrika ein dramatisches Ausmass angenommen. Zahlreiche Menschen mussten vor den gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen bewaffneten Gruppen fliehen. Dem UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge UNHCR zufolge erreicht die Zahl der Menschen, die seit 2013 vor der Gewalt fliehen, einen neuen Rekord: Über eine Million Menschen sind derzeit auf der Flucht, sei es im Inland oder in die benachbarten Länder.

Aufgrund des weitreichenden Umfangs der Auseinandersetzungen fehlt es den Geflüchteten sowie den Zurückgebliebenen an grundlegenden Dingen wie sauberes Wasser, Lebensmittel und Hygieneeinrichtungen. Zudem führt die schwierige Sicherheitslage dazu, dass die Betroffenen nur schwer erreichbar sind.

„Gemessen am Umfang dieser Tragödie ist die mediale Aufmerksamkeit erschreckend gering. Ohne diese besteht jedoch wenig Hoffnung, dass sich die Notsituation durch internationale Zusammenarbeit beheben lässt.“, so Paul Tschurtschenthaler Leiter Marketing bei FAIRMED.

Foto: UNHCR / Chiara Cavalcanti