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FAIRMED-Projekt wird an Regierung Kameruns übergeben

Nach rund sechs Jahren wurde am 23. November 2017 das FAIRMED-Pilotprojekt zur Integration von Menschen mit Behinderungen offiziell der kamerunischen Regierung übergeben. Das Projekt setzt damit einen ersten Meilenstein für die landesweite Inklusion von Menschen mit Behinderungen.

Vielverspechender Abschluss: Nach sechs Jahren wird das Projekt nun gänzlich in die Hände der kamerunischen Regierung gelegt.

Bereits im Frühjahr 2016 willigte das Ministerium für Soziales (MINAS) in Kamerun ein, das Projekt zur Integration von Menschen mit Behinderungen in seinem ursprünglichen Sinn weiterzuführen und mit zusätzlichen Ressourcen zu fördern. Im Rahmen eines Workshops zur Einführung der landesweiten Strategie für eine gemeinschaftsnahe Rehabilitation (CBR) überreichte FAIRMED-Landesverantwortliche Flore Agoum Tiwa stolz die Schlüssel zur Anlaufstelle an das Ministerium für Soziales. Damit wurde das Projekt zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen offiziell der kamerunischen Regierung übergeben. «Es ist für uns eine absolute Idealsituation, wenn eines unserer Projekte ganz in die Hand der Regierung gelegt werden kann. Das zeigt, dass sich die enge Zusammenarbeit mit lokalen Behörden lohnt», sagt Bart Vander Plaetse, Programmleiter von FAIRMED.

Menschen mit Behinderungen ganzheitlich integrieren
Menschen mit Behinderungen stehen vor einem deutlich höheren Risiko, ein Leben in Armut zu führen als Menschen ohne Behinderung. Besonders in armen und abgelegenen Regionen Afrikas und Asiens werden Betroffene wirtschaftlich, rechtlich und sozial stark vernachlässigt und ausgeschlossen. Das Projekt gibt erstmals Menschen mit Behinderungen eine Stimme: Im Zentrum für Soziales wurde eine Anlaufstelle eingerichtet, die Betroffene und ihre Angehörige dabei unterstützt, Zugang zu Gesundheit, Bildung und Arbeit zu erhalten. Das Projekt dient also als Vorbild für die landesweite Strategie zur Förderung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen auf allen Ebenen der Gesellschaft.

Mit einer nationalen Strategie für eine gemeinschaftsnahe Rehabilitation werden Menschen mit Behinderungen ganzheitlich in die Gesellschaft integriert.