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Filmtipp: «Cahier Africain»

«Cahier Africain» schildert in den Schweizer Kinos eine Epoche des Leidens und der Angst. Der CH-Dokumentarfilm gibt den Opfern von Kriegsverbrechen in Zentralafrika eine Stimme.

«Cahier Africain» - ein Film von Heidi Specogna (Quelle: Filmbringer Distribution AG)


Eine Collage aus Bildern einer Langzeitbeobachtung. Die Schweizer Filmemacherin Heidi Specogna trifft auf ein Register von zentralafrikanischen Kriegsopfern, dir ihr Leiden in einem einfachen Schulheft festgehalten haben. Leiden, die von den Untaten kongolesischer Rebellen stammen, welche unter der Führung von Jean-Pierre Bemba in den Unruhen im Jahr 2002 für internationale Aufmerksamkeit gesorgt haben.

Die etwas andere Kriegsberichterstattung

Zahlreiche Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung, das traurige Schicksal der Frauen und ihrer mit Gewalt gezeugten Kinder – Heidi Specogna stellt mit ihrem intensiven Dokumentarfilm eine etwas andere Art der Krisenberichterstattung dar. Entstanden ist ein Werk, das kriegerische Konflikte aus einer menschlichen Innenperspektive zeigt. Ohne Moralisierung, dafür anhand starker Bilder, zeigt der Film ernüchternde Zusammenhänge auf und beeindruckt durch seinen offenen Umgang mit diesem schweren Stoff.
FAIRMED empfiehlt einen Kinobesuch.