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Gefährliche Hausgeburten

Die Verbesserung der Gesundheit von Schwangeren, Müttern und Säuglingen ist ein wichtiges Ziel in den FAIRMED-­Projekten in Nepal. Um dieses Ziel zu erreichen, fördern wir unter anderem die Bildung von Müttergruppen. Doch helfen diese monatlichen Treffen den Müttern auch wirklich in ihrem Alltag? Eine Teilnehmerin erzählt.

Nirgendwo in Südasien sterben mehr Mütter bei der Geburt ihrer Kinder als in Nepal

Yangjin Taman ist 42 Jahre alt. Sie wohnt im Distrikt Sindhupalchowk, wo FAIRMED seit den verheerenden Erdbeben im Jahr 2015 ein Gesundheitsprojekt betreibt. Wir treffen sie mit ihrer jüngsten Tochter im Arm. Zusammen mit rund 25 anderen Frauen nimmt sie regelmässig an den Treffen der Muttergruppe teil.

Als wir sie nach ihren Erfahrungen fragen, lächelt sie: «Die freiwilligen Gesundheitshelferinnen haben uns Ratschläge gegeben, wie wir unsere eigene Gesundheit und die Gesundheit unserer Kinder verbessern können. Unter anderem haben sie uns aufgezeigt, wie wichtig vor- und nachgeburtliche Untersuchungen sind.»

Höchste Müttersterblichkeit in ganz Südasien
Daneben habe sie neue Wege kennengelernt, nahrhafte Lebensmittel für ihre Kleinen zu kochen und mehr über die Auswirkungen von mangelnder Hygiene auf die Gesundheit erfahren. «Insgesamt haben mir die monatlichen Treffen sehr dabei geholfen, mich besser um meine Familie zu kümmern», fasst Yangjin ihre Erfahrungen zusammen.

Zudem haben ihr die Treffen mit den anderen Müttern und Schwangeren klar gemacht, wie gefährlich Hausgeburten für die Gesundheit von Mutter und Kind sein können. «Hätte ich all das schon vorher gewusst, hätte ich meine Kinder in einem Krankenhaus zur Welt gebracht. Aber ich werde dafür sorgen, dass zumindest meine Töchter in einem Krankenhaus gebären und nicht zu Hause.» Diese Botschaft ist für die Arbeit von FAIRMED enorm wichtig, denn nirgendwo in Südasien sterben mehr Mütter bei der Geburt ihrer Kinder als in Nepal.