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Gesundheit für Flüchtlinge in kamerunischen Grossstädten

Aufgrund der andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen in der Zentralafrikanischen Republik leidet das kamerunische Gesundheitssystem unter der daraus resultierenden Flüchtlingswelle. FAIRMED baut deshalb sein Angebot in den Grossstädten Kameruns aus.

FAIRMED in den Grossstädten Kameruns


Bereits seit 2009 sind der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (engl. kurz UNHCR für United Nations High Commissioner for Refugees) und FAIRMED Partner. Nun wird ihre Zusammenarbeit noch verstärkt.
Seit den im Jahr 2013 begonnenen Auseinandersetzungen in der Zentralafrikanischen Republik flüchteten bis heute über einer Viertelmillion Menschen ins Nachbarland Kamerun. Das kamerunische Gesundheitssystem kann den Bedürfnissen der Einheimischen und der Flüchtlinge zusammen jedoch nicht gerecht werden. Deshalb unterstützen Entwicklungsorganisationen wie FAIRMED den UNHCR im Versorgen der Kranken und Verletzten und tragen so einen wichtigen Teil zur Erholung und Neustrukturierung des Basisgesundheitssystems bei.

Neues Projekt in Douala und Yaoundé
Neu liegt der Fokus auch auf Kameruns Grossstädten Douala und Yaoundé. Vermehrt entscheiden sich Flüchtlinge, sich nicht in den Flüchtlingscamps zu registrieren und bevorzugen stattdessen, ihr neues Leben von Beginn an integriert im Rahmen der kamerunischen Gesellschaft anzufangen. Diese Entscheidung bedeutet eine massive Überlastung der städtischen Gesundheitseinrichtungen. Nach Anfrage des UNHCRs hat FAIRMED nun den Entschluss gefasst, ihre Unterstützung auszubauen und ihre Dienste der bereits bestehenden städtischen Gesundheitsversorgung anzupassen. Unter anderem wird es zukünftig ein Gutscheinsystem geben, welches den Betroffenen ermöglicht, ihre erhaltenen Gutscheine für Dienstleistungen in Gesundheitszentren einzulösen.

Ab dem 1. Juli wird FAIRMED Kamerun für die Projekte in Douala und Yaoundé verantwortlich sein.

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