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Globales WHO-Buruli-Meeting in Genf

Alle zwei Jahre treffen sich Vertreter und Vertreterinnen aus Forschungsinstitutionen, NGOs sowie Gesundheitsministerien in Genf. Dieses Jahr dehnten die Teilnehmenden den Themenrahmen über Buruli aus und betrachteten die Krankheit in einem grösseren Zusammenhang mit anderen Hauterkrankungen aus der Gruppe der vernachlässigten Tropenkrankheiten.

FAIRMED am Buruli-Meeting in Genf


Das Meeting stand im Zeichen der Integration von verschiedenen vernachlässigten Tropenkrankheiten (engl. «Neglected Tropical Diseases», kurz NTDs) mit Hautmanifestationen, welche zur Gruppe der sogenannten «skin NTDs» gehören. Neben Buruli gehören dazu auch Lepra, Frambösie, welche sehr stark zugenommen hat, die Hautform der Leishmaniose sowie Mycetoma.

Letztere zählt die WHO neu auch zu der Gruppe der vernachlässigten Tropenkrankheiten. Diese Krankheiten verfügen über ähnliche Symptome und haben auch in der  Prävention, Behandlung, Kontrolle und Rehabilitation grosse Ähnlichkeiten. Die Experten beschäftigten sich mit der Suche nach Synergien in der Forschung, der Kontrolle und der Behandlung dieser Krankheiten. Zudem haben sie einen Katalog von Empfehlungen ausgearbeitet.

Mehr als 150 Forscher, Programmverantwortliche und Vertretende von NGOs aus 23 Ländern trafen sich am Sitz der WHO in Genf, um sich auf den neusten Stand der Epidemiologie zu bringen, Informationen über Kontrolle, Forschung und die gemachten Fortschritte auszutauschen sowie die Strategie mit den neu integrierten Krankheiten zu diskutieren. Schlussendlich haben sie einen Plan für die nächsten zwei Jahre mit Prioritäten und der Messung der Umsetzung verabschiedet.

Unter den Teilnehmenden befanden sich auch der Geschäftsleiter von FAIRMED, René Stäheli, sowie der FAIRMED-Programmleiter, Bart Vander Plaetse. «Es ist eine gute Gelegenheit, um sich mit Partnern auszutauschen und zusammen neue Wege zu finden, diese verstümmelnden und stigmatisierende Krankheiten zu bekämpfen », so Vander Plaetses erster Eindruck zum Treffen.

Alphonse Um Boock, der technische Berater von FAIRMED aus Kamerun, stellte in seiner Präsentation die Resultate eine Studie über verschiedenen Fallfindungsmethoden von Frambösie in ländlichen Gebieten im Nordwesten von Kamerun vor.

Eine neue Dynamik und viele neuen Optionen entstanden durch die Gruppierung dieser Krankheiten. Die stetige Erweiterung der Expertise wird im Kampf gegen NTDs neue und effizienzsteigernde Möglichkeiten eröffnen.

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