Grossprojekt zur Ausrottung der Frambösie in Zentralafrika ist gestartet

FAIRMED ist in Zentralafrika seit Jahrzehnten bekannt für die Expertise beim Kampf gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten. Daher sind wir von OCEAC, der Entwicklungsorganisation der Zentralafrikanischen Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft, beauftragt worden, mehrere Regierungen bei der Umsetzung eines länderübergreifenden Projekts zur Ausrottung der Frambösie in Zentralafrika zu unterstützen. Die Zielgruppe umfasst rund 1,4 Millionen Menschen.

Die Betroffenen sind oft nur mit schwierigen Mitteln zu erreichen

In einem ersten Schritt streben wir an, die Ausbreitung der Frambösie unter den indigenen Aka und Baka - die besonders häufig an der tückischen Krankheit leiden - in den 17 am meisten betroffenen Distrikten in Kamerun, der Demokratischen Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik zu stoppen.

Vor wenigen Tagen ist das Projekt nun gestartet mit dem ersten Etappenziel, alle Frambösie-Patienten im Projektgebiet mit dem Antibiotikum Azithromycin zu behandeln. Denn bleibt Frambösie unbehandelt, führt sie bei fast einem Zehntel aller Erkrankten zu Verstümmelungen und Behinderungen in Form von massiver Zerstörung der Haut, des Gaumens, der Nase und der Knochen. Die Krankheit betrifft am meisten Kinder und Heranwachsende und breitet sich besonders dort aus, wo schlechte hygienische Bedingungen herrschen.

Zur Ausrottung der Frambösie reicht die Medikamentenabgabe an Betroffene allein aber nicht aus. Unser Ziel ist es auch, die Bevölkerung vor Ort für die Krankheit zu sensibilisieren, das Gesundheitspersonal zu schulen sowie ein System einzuführen, durch das wir genau überwachen können, ob und wann neue Fälle auftreten. Nur so können wir die Krankheit nachhaltig besiegen.