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Heilstätte für Lepra-Betroffene in Indien

Seit den 70er Jahren betreibt FAIRMED an mehreren Standorten in Indien Lepra-Referenzspitäler. Dort werden Lepra-Betroffene nicht nur medizinisch versorgt, sondern finden auch Unterstützung, damit ihre Kinder eine Chance auf eine gesunde Zukunft erhalten.

Dank der von FAIRMED finanzierten Behandlung können Anasuya und Pujitha ein Leben ohne Behinderung führen.

Die achtjährige Pujitha und ihre Mutter Anasuya haben beide Lepra. Sie haben einen Monat im GRETNALTES-Lepra-Spital in Morampudi im indischen Bundesstaat Adhra Pradesh verbracht. Wie viele der Patienten kommen sie aus den bis zu 120 km entfernten Dörfern auf dem Land. Anasuya versucht, ihre Familie als Tagelöhnerin über die Runden zu bringen. Doch das Geld reicht kaum. Mutter und Tochter wurden von einem staatlichen Gesundheitszentrum nach GRETNALTES verwiesen. Anasuya liess sich ihre Hand operieren. Nun kann sie die Finger wieder fast ganz strecken und sogar greifen. In der Physiotherapie im Spital hat sie gelernt, wie sie sich selber weiter therapieren kann: Immer schön die Hände mit Vaseline einreiben, Finger strecken üben und massieren. Jedoch hat sie wenig Gefühl in den Händen – das kommt auch nicht mehr zurück.

Trotz Lepra in der Schule
Bei der kleinen Pujitha konnte die Infektion gestoppt werden, doch die Sehnen haben sich schon verkürzt. Für eine Operation ist sie noch zu jung. Mindestens zwei Jahre muss Pujitha noch warten. Bis dahin wird Pujitha den Unterricht an der GRETNALTES-Schule besuchen. Dank den von FAIRMED finanzierten Stipendien kann sie nach den Sommerferien gleich mit dem Unterricht beginnen. Die junge Mutter, die selber nur bis zur 4. Klasse ging, hofft, dass ihre Tochter so der Armut entfliehen kann: «Mit dieser Schulbildung kann meine Tochter später eine gute Arbeit finden. Ich bin sehr glücklich und unendlich dankbar, dass GRETNALTES uns ermöglichte, die Behinderungen durch Lepra erträglicher zu machen », sagt Anasuya.