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Ignazio Cassis - engagiert auch für Afrika

Ignazio Cassis ist im zweiten Wahlgang mit 125 Stimmen zum Bundesrat gewählt worden. Der 56-jährige Tessiner FDP-Politiker machte in erster Linie mit Gesundheitsthemen auf sich aufmerksam. Dass der Arzt sich aber seit drei Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit engagiert, ist den wenigsten bekannt.

FAIRMED-Stiftungsrat Ignazio Cassis in Kamerun

«Wir gratulieren Ignazio Cassis herzlich zur Wahl zum Bundesrat», sagt FAIRMED-Geschäftsleiter René Stäheli zum Entscheid von Ignazio Cassis, als FAIRMED-Stiftungsrat zurückzutreten. Das Amt des Bundesrats lasse ihm keine Zeit mehr für entsprechende ehrenamtliche Engagements, so Ignazio Cassis: «Bei FAIRMED konnte ich direkt erfahren, was Hilfe vor Ort bedeutet und wie wichtig es ist, den Ärmsten dieser Welt ein eigenständiges Leben zu ermöglichen». FAIRMED-Geschäftsleiter René Stäheli bedauert den Rücktritt von Cassis: «Die Schweiz gewinnt einen aussergewöhnlich fähigen Bundesrat, und FAIRMED verliert damit leider einen sehr engagierten Stiftungsrat. Ignazio Cassis hat sich trotz seines vollgepackten Stundenplans immer die Zeit genommen, an Informationsveranstaltungen und Sitzungen mit FAIRMED teilzunehmen – stets dynamisch, authentisch und zu hundert Prozent engagiert – dafür danken wir ihm aus tiefstem Herzen.»

Keine Angst vor Lepra – zu Besuch bei den Baka

Vor drei Jahren begleitete Ignazio Cassis die Entwicklungsorganisation FAIRMED nach Kamerun. Gemeinsam mit der damals amtierenden Miss Schweiz Dominique Rinderknecht lernte er die Gesundheitsprojekte zugunsten der benachteiligten indigenen Bevölkerungsgruppe der Baka kennen und unterstützte mit seiner Prominenz die Organisation FAIRMED dabei, ihre Arbeit bekannter zu machen. Die Reise nach Kamerun und die Begegnung mit den Baka motivierten Cassis, sich fortan bei FAIRMED als Stiftungsrat zu engagieren.

Unkomplizierter Zugang zu Gesundheit

«Es war schön zu sehen, wie dankbar die Baka für die medizinische Unterstützung von FAIRMED sind», sagte Ignazio Cassis nach der Reise nach Kamerun. «Diese Minderheit, die sonst vergessen gehen würde, hat eine so tiefe Lebenserwartung und lebt in dermassen tiefer Armut, dass medizinische Hilfe dringend nötig und jeder dafür ausgegebene Franken bestens investiert ist», so Cassis weiter. «Dass die lokalen Mitarbeiter in Kamerun so schnell und unkompliziert zu den Menschen in abgelegenen Gegenden  gelangen und so mit geringstem Aufwand eine grösstmögliche Wirkung erzielt wird, hat mich beeindruckt.»

Hochaufgelöste Bilder sind hier abgelegt. Für weitere Informationen und Interviews stehen wir Ihnen gern zur Verfügung: 

Saskia van Wijnkoop, Kommunikation: 079 600 77 87, saskia.vanwijnkoop@fairmed.ch.