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Lepra in Europa: Menschliche DNA passte sich Lepra-Bakterium an

Kürzlich hat ein Forscherteam eine Studie veröffentlicht, die erstmals nachweist, dass sich die Gene von Europäerinnen und Europäer an das Lepra-Bakterium anpassten und die Krankheit so zum Verschwinden brachten.

Die Knochenteile wurden von den Grabstätten ehemaliger Leprakolonien in Dänemark und Norddeutschland ausgegraben und untersucht. (Foto/Copyright: Dorthe Pedersen):


Die vernachlässigte Tropenkrankheit Lepra war bis ins 16. Jahrhundert in Europa noch weit verbreitet. Bevor man eine wirksame Behandlung dafür gefunden hatte, verschwand die Krankheit plötzlich aus unseren Breitengraden. Diese medizingeschichtliche Entwicklung veranlasste ein Forschungsteam am Institut für Klinische Molekularbiologie (IKMB) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) dazu, herauszufinden, wie die Krankheit aus Europa verschwand und wie sich dies genetisch auf uns auswirkte. Dazu untersuchten sie die Knochen von besonders schwerwiegenden Fällen aus ehemaligen Lepra-Grabstätten aus dem 12. und 13. Jahrhundert in Dänemark. Die Ergebnisse der DNA-Proben deuten darauf hin, dass sich der Mensch an das Lepra-Bakterium anpasste und so die Krankheit zum Verschwinden brachte.

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