Live-Ticker So ist die Situation in den FAIRMED-Projektländern

Das Corona-Virus hat mittlerweile alle Projektländer von FAIRMED erreicht. Hier informieren wir Sie über die neusten Entwicklungen und geben Ihnen einen Eindruck über die Lage vor Ort.

Wir sind vor Ort – auch in Zeiten von Corona

Da wir ausschliesslich mit lokalen Mitarbeitenden arbeiten und kein Fachpersonal einfliegen müssen, sind wir auch während der Pandemie in der Lage, unsere bestehenden Projekte weiterzuführen. Gegen die Ausbreitung des Corona-Virus rüsten wir Gesundheitseinrichtungen mit Handdesinfektionsmitteln, Masken und Testkits aus und sensibilisieren die Menschen für Schutzmassnahmen. Danke, dass Sie sich an unserer Seite für die Ärmsten der Armen einsetzen.

Jetzt FAIRMED im Kampf gegen Corona unterstützen.

Montag, 21.12.2020

Vor den Wahlen: Lage in der Zentralafrikanischen Republik spitzt sich zu

Wenige Tage vor den Präsidentschaftswahlen in der Zentralafrikanischen Republik (RCA) vom nächsten Sonntag haben Rebellen Städte rund um die Hauptstadt Bangui angegriffen. Davon betroffen sind auch Mitarbeitende von FAIRMED.

Drei unserer Mitarbeitenden sind für Projektaktivitäten in der Stadt Nola im Südwesten des Landes und können nicht nach Bangui zurückreisen, da die Strassen von Rebellen besetzt sind. Die Mission der Vereinten Nationen in der Zentralafrikanischen Republik (MINUSCA) hat uns aber versichert, ihnen zu helfen, falls ihre Sicherheit gefährdet sein sollte.

Unsere Mitarbeitenden in Mbaiki konnten sich unterdessen in Sicherheit bringen und nach Bangui zurückkehren. Am Samstag kam es dort zu Kämpfen, in welchen sich die Armee die Kontrolle über die Stadt sichern konnte. Die Minusca - welche die Sicherheit des Wahlprozesses, der Kandidaten und der Zivilbevölkerung garantieren soll - hatte uns vor Ort unterstützt, indem sie unsere Fahrzeuge auf ihrem Gelände gesichert haben.

Destabilisierung des Wahlprozesses

Erst am Samstag gaben mehrere bewaffnete Gruppen ihren Zusammenschluss zu einer einzigen Bewegung bekannt, die sich «Coalition des patriotes pour le changement» (CPC) nennt und sich gegen die Regierung der Zentralafrikanischen Republik richtet.

Sie hatten sich am Freitag auf Strassen fortbewegt, die für die Versorgung der Hauptstadt essenziell sind. Die Regierung habe deshalb eine Blockade von Bangui befürchtet, wie das Newsportal nau.ch schreibt. Die Rebellengruppen werfen Präsident Faustin Archange Touadéra vor, die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen zu manipulieren.

Ehemaliger Staatschef Bozizé unter den Rebellen?

Die Regierung ihrerseits bezichtigt den ehemaligen Staatschef François Bozizé, einen Putsch zu planen. Nach Angaben der Regierung soll Bozizé zuletzt mit Kämpfern der Milizen zusammen gewesen sein, die auf Bangui vormarschiert waren. Bozizé wies diese Anschuldigung zurück.

Bozizé kehrte vor einem Jahr aus dem Exil zurück. Er wollte bei der Wahl in einer Woche eigentlich gegen Touadéra antreten. Das Verfassungsgericht untersagte aber seine Kandidatur. Als Grund führten die Richter UN-Sanktionen an, die gegen den ehemaligen Staatschef verhängt worden waren, weil er Milizen unterstützt haben soll. Bozizé versicherte, er akzeptiere das Urteil.

Fahrzeuge der Minusca in Bangui
Wahlplakate zieren die Strassen in der RCA

Freitag, 18.12.2020

Selbstbestimmung für die indigenen Baka

Die indigenen Baka in Abong-Mbang im Osten von Kamerun führen ein Leben geprägt von Armut, Krankheit und einer hohen Mütter- und Säuglingssterblichkeit. Als ethnische Minderheit leiden sie zudem unter gesellschaftlicher und rechtlicher Diskriminierung. FAIRMED betreibt in Abong-Mbang deshalb ein Projekt, durch das die Baka Zugang zu Gesundheitsleistungen erhalten. Zudem unterstützen wir sie bei der Einforderung ihrer Bürger-, Gewohnheits- und Landrechte, damit sie ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Zur Erreichung dieses Ziels unterstützen wir unter anderem die lokale Organisation ASBADJA (Association des Baka de l'arrondissement du DJA), welche die Interessen der Baka vor Ort vertritt. Vor Kurzem sind wir deshalb nach Kamerun gereist, um an einer Strategie mitzuarbeiten, durch welche die Rolle und der Einfluss der Organisation in lokalen Entscheidungsprozessen gestärkt werden soll.

Der Workshop mit Vertretern von ASBADJA
FAIRMED-Geschäftsleiter René Stäheli in Kamerun

Donnerstag, 03.12.2020

Unser Einsatz für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen

Das Swiss Disability and Development Consortium (SDDC) - dem auch FAIRMED angehört - engagiert sich für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz. Am heutigen internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen lanciert das Konsortium deshalb eine neue Webseite und stellt Forderungen zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Corona-Pandemie. Mehr dazu hier.