Live-Ticker So ist die Situation in den FAIRMED-Projektländern

Das Corona-Virus hat mittlerweile alle Projektländer von FAIRMED erreicht. Hier informieren wir Sie über die neusten Entwicklungen und geben Ihnen einen Eindruck über die Lage vor Ort.

Wir sind vor Ort – auch in Zeiten von Corona

Da wir ausschliesslich mit lokalen Mitarbeitenden arbeiten und kein Fachpersonal einfliegen müssen, sind wir auch während der Pandemie in der Lage, unsere bestehenden Projekte weiterzuführen. Gegen die Ausbreitung des Corona-Virus rüsten wir Gesundheitseinrichtungen mit Handdesinfektionsmitteln, Masken und Testkits aus und sensibilisieren die Menschen für Schutzmassnahmen. Danke, dass Sie sich an unserer Seite für die Ärmsten der Armen einsetzen.

Jetzt FAIRMED im Kampf gegen Corona unterstützen.

Mittwoch, 26.05.2021

Corona in Nepal: FAIRMED unterstützt ländliche Gebiete

Die starke Zunahme an COVID-Fällen reisst immer grössere Löcher in die Gesundheitsversorgung des ländlichen Nepals. Als Sofortmassnahme stattet FAIRMED deswegen kleine Gesundheitseinrichtungen in Baglung und Lumbini mit Hilfsgütern wie Schutzausrüstungen, Masken und Sauerstoff-Messgeräten aus. Zudem führen unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort Schulungen für das lokale Gesundheitspersonal durch.

Übergabe von Hilfsgütern an das Health Logistics Management Center in Butwal, Lumbini
Unterstützung für Gemeinden in den Hügeln von Baglung

Dienstag, 18.05.2021

Lage in Indien besorgniserregend - FAIRMED unterstützt Regierung

Die Covid-19 Situation in Indien ist besorgniserregend und macht auch vor FAIRMED’s Türen nicht halt. Mehrere unserer Mitarbeiter wurden selbst angesteckt und fast alle müssen sich um Angesteckte in ihrem nahen Umfeld kümmern oder haben sogar geliebte Menschen verloren. 

«Diese zweite Welle in Indien ist überhaupt nicht mit der ersten Welle zu vergleichen. Es ist viel schlimmer. Die Regierung war überhaupt nicht vorbereitet. Dass so viele Menschen sterben, weil kein Sauerstoff für sie zur Verfügung steht, so etwas hat es in Indien noch nie gegeben und ist einfach nur schrecklich», sagt FAIRMED’s Indien Programm-Manager.

Während die FAIRMED Mitarbeitenden mittlerweile alle von zu Hause aus arbeiten, setzen die von uns unterstützten Spitäler in Indien alles daran, die von ihnen angebotenen Gesundheitsdienstleistungen weiter anbieten zu können, damit Menschen, die von Lepra betroffen sind, die dringend benötigte Pflege weiterhin bekommen, so dass Behinderungen vermieden werden können. Doch die verhängten (Teil-) Lockdowns in diesen Staaten machen es für die Patienten schwierig, die Spitäler zu erreichen. Während manche der von uns unterstützten Spitäler unter entsprechenden Vorsichtsmassnahmen immer noch fast gleich viele Patienten wie normal versorgen können, ist es in anderen bereits zu einem starken Rückgang gekommen oder sie können nur noch wenige Patienten behandeln. Zu schwierig ist die Anreise und zu gross ist die Angst vor einer Ansteckung.

Wir arbeiten nun gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort an Lösungen, wie diese von Lepra betroffenen Menschen trotzdem erreicht werden können und wie FAIRMED die lokalen Gesundheitsbehörden im Kampf gegen Covid-19 unterstützen kann. Eine bereits geplante Massnahme ist, dass eines der von FAIRMED unterstützten Spitäler den lokalen Gesundheitsbehörden einen Teil ihres Spitales zur Verfügung stellt, damit dort ein Covid-19 Behandlungszentrum für 30 Patienten eingerichtet werden kann. Zudem schicken einige der von FAIRMED unterstützten Spitäler bereits mobile Teams zu den von Lepra betroffenen Menschen nach Hause für dringende Behandlungen, wie z.B. die Versorgung von Wunden.

Montag, 17.05.2021

Corona in Nepal: Mehr als 9000 Fälle pro Tag

In Nepal ist die Zahl der diagnostizierten Covid-Fälle in den letzten Wochen von 100-200 pro Tag auf derzeit mehr als 9000 pro Tag angestiegen. In vielen Distrikten herrscht eine starke Überlastung des Gesundheitssystems und der Krankenhäuser und ein Mangel an Sauerstoff. Die nepalesische Regierung hat als Reaktion darauf die Mobilität im Land eingeschränkt, die Grenzübergänge wo möglich geschlossen und derzeit alle internationalen und inländischen Flüge gestoppt. Diese Massnahmen betreffen auch unsere Projekte in Nepal. In allen unseren Arbeitsdistrikten sind die Bewegungsfreiheit unserer Mitarbeitenden und die regelmässigen Aktivitäten mit den Gemeinden beeinträchtigen.

Zusammen mit anderen NGOs in Nepal folgen wir deshalb dem Unterstützungs-Aufruf der Regierung. Zu den laufenden und geplanten Aktivitäten zählen unter anderem:

- die Unterstützung bei der Einrichtung von Aufnahmezentren an den Einreisehäfen entlang der Grenzbezirke, in denen wir arbeiten

-die Bereitstellung von Antigen-Testkits und RT_PCR-Testkits

-die Bereitstellung von Sauerstoffkonzentratoren und Pulsoximetern

-die Unterstützung von Isolationszentren mit Masken, Gesichtsschutz und Desinfektionsmitteln sowie die Unterstützung von Gesundheitsämtern bei der Risikokommunikation.

Gleichzeitig engagiert sich unser Team in Nepal auch für die Unterstützung von COVID-Betroffenen bei der häuslichen Isolation durch die Bereitstellung von Hygiene-Kits (Maske, Desinfektionsmittel/Seife einschliesslich Paracetamol) und Ernährungs-Kits für COVID-positive Mütter, von NTDs betroffene Personen und Menschen mit Behinderungen.