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Menschen mit Behinderungen: Der harte Kampf gegen Diskriminierung

Damit Menschen mit einer Behinderung in Sri Lanka ein Leben in Würde führen können, setzt sich FAIRMED für ihre Bedürfnisse ein. Beispielsweise für den 17-jährigen Jafazeer Haneepa, der an zerebraler Kinderlähmung leidet. Lesen Sie hier, wie er und seine Mutter Mawpara ihren harten Alltag in Divulana meistern.

Jafazeer wird von Dr. Kithsiri untersucht

Das Leben der 44-jährigen Mawpara und ihrem «kleinen süssen Wunder» Jafazeer ist geprägt von Diskriminierung und finanzieller Not. «Ich muss mich um meinen Sohn kümmern und gleichzeitig genug Geld für Essen und Medizin verdienen – diese Balance zu finden ist hart», erzählt Mawpara. Unser Mitarbeiter Nirvan De Zylva hat sie und Jafazeer während eines von FAIRMED koordinierten Workshops für Menschen mit Behinderungen getroffen.

«Jafazeers Vater hat uns verlassen, als sein Sohn sechs Monate alt war. Ich habe deshalb einen kleinen Shop eröffnet, in dem ich Tag und Nacht arbeite», so Mawpara weiter. Den Weg zum Workshop im Gesundheitszentrum in Thamankaduwa konnte sie sich nur leisten, weil ein Tuk-Tuk-Fahrer sie billig mitnahm. Die Ausgaben haben sich für das Mutter-Sohn-Gespann laut Mawpara aber definitiv gelohnt: «Ich habe heute viel darüber gelernt, wie ich das Leben meines Sohnes verbessern kann.»

Zweifel beseitigt
Beispielsweise seien ihre Zweifel darüber ausgeräumt worden, ob sie sich in Zukunft mit Jafazeer in der Öffentlichkeit zeigen soll. Diese Zweifel hat sie zuvor aufgrund der Diskriminierung gegenüber Menschen mit einer Behinderung gehegt. «Ich werde meinen Sohn dieses Jahr ans Dorffest und an die Neujahrsfeier mitnehmen. Ich werde da etwas verkaufen, um die fehlenden Einnahmen aus dem Shop zu kompensieren», sagt sie.

Diese Zuversicht hat Mawpara unter anderem aus den Gesprächen mit medizinischen Fachkräften und anderen Betroffenen während des Workshops gewonnen. FAIRMED koordiniert in Sri Lanka solche Veranstaltungen, um Menschen mit Behinderungen ein Leben in Würde zu ermöglichen.