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Menschen mit Behinderungen integrieren – FAIRMED macht’s vor

Laut eines Artikels des „Lancet“, einer der ältesten und renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften der Welt, sind die Rechte von Menschen mit Behinderungen in den Programmen von Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) zu wenig berücksichtigt - nicht so bei FAIRMED.

Die Berücksichtigung der Rechte von Menschen mit Behinderungen ist fester Bestandteil unserer Programmplanung


Der französische Wissenschaftler Jean-François Trani und seine Kollegen sind  anhand zweier Langzeitstudien zum Zugang zur Gesundheitsversorgung  von Menschen mit Behinderungen in Afghanistan auf betrübliche Resultate gestossen. Die Auswertung ihrer Studien zeigte auf, dass Gesundheitsdienstleistungen trotz jahrelanger internationaler Intervention und Investition immer noch kaum zugänglich für Menschen mit Behinderungen sind. Die Arbeit von NGOs sei zwar ein unabdingbarer Faktor für den Zugang  von armen und vernachlässigten Menschen zu Gesundheitsdienstleistungen, jedoch würden dabei solche mit Behinderungen zu wenig beachtet.

Leaving no one behind

NGOs müssten ihre Programme mehr auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen ausrichten um die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs = Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen zu erreichen. Der Leitsatz „Leaving no one behind“ stellt sicher, dass auch die ärmsten und am meisten vernachlässigten Menschen berücksichtigt werden, dass also niemand zurückgelassen wird – auch Menschen mit Behinderungen nicht.

Schweizer Koalition für die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Die Schweiz hat das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen bereits 2014 ratifiziert. Dennoch ist ihre Inklusion in Projekten und Programmen der DEZA auch nicht ganz zufriedenstellend. Aus diesem Grund hat sich FAIRMED mit der Christoffel Blindenmission CBM und Handicap International zur Schweizer Koalition für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Internationaler Entwicklungszusammenarbeit (SKBIZ) zusammengeschlossen. Die Koalition steht für eine vollumfängliche Umsetzung des Übereinkommens ein. Darüber hinaus stehen Menschen mit Behinderungen in der neuen FAIRMED-Strategie  2017-2021 themenübergreifend im Vordergrund. FAIRMED implementiert damit die Berücksichtigung der Rechte und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen als festen Bestandteil ihrer Projektplanung.