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Namensgebung nach Zentralafrikanischer Tradition

Der FAIRMED-Sicherheitsbeamte in der Zentralafrikanischen Republik, Romaric wurde vor einigen Wochen stolzer Vater von Zwillingen. Und zwar genau dann als FAIRMED-Programmleiter Bart Vander Plaetse und Programmitarbeiterin Sybille Imhof auf Projektbesuch waren. Was dann geschah, hatte keiner von beiden erwartet.

Die Zwillinge mit ihrem Namensvetter: Während Baby Sybille den FAIRMED-Programmleiter begutachtet, macht Baby Bart ein Nickerchen.


Zwillinge bringen Glück, heisst es in der Zentralafrikanischen Republik. «Wie es der Zufall wollte, waren Sybille und ich im März gerade auf Projektbesuch in der Zentralafrikanischen Republik, als die Zwillinge geboren wurden. Daraufhin entschied sich das FAIRMED-Team in der Hauptstadt Bangui, den Neugeborenen unsere Vornamen zu verleihen – was uns natürlich sehr ehrt», erzählt FAIRMED-Programmleiter Bart Vander Plaetse. «Da es sich bei den Zwillingen von Romaric um sogenannte „falsche“ Zwillinge, das heisst ein Mädchen und ein Junge handelt, schlagen traditionsgemäss Freunde oder Arbeitskollegen der Eltern die Namen vor»

Als Bart Vander Plaetse einige Wochen später erneut in der Zentralafrikanischen Republik weilte, bekam er überraschend Besuch von der jungen Mutter samt Zwillingen: «Während auf den Strassen draussen Schüsse fielen und Helikopter über unserem Haus kreisten, spazierte Romarics Frau mit den beiden Babies einfach zu uns ins Büro. Das war eine verrückte Szene für mich und sie zeigt, was für ein Ausnahmezustand in der Zentralafrikanischen Republik noch immer herrscht.»