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Neuer Ebola-Ausbruch im Kongo: «Jede Minute zählt»

Im Kongo ist erneut Ebola ausgebrochen – und dies nur wenige Tage nachdem die jüngste Epidemie offiziell für beendet erklärt wurde. 20 Personen sollen bereits an der Krankheit gestorben sein.

Vier neue Fälle sind bisher nachgewiesen (©WHO/L. Mackenzie)

Von sechs analysierten Blutproben von Erkrankten aus der Region um die Stadt Beni im Nordosten sei das Ebola-Virus in vier Fällen nachgewiesen worden, schreibt die Deutsche Presse-Agentur mit Verweis auf eine Erklärung des kongolesischen Gesundheitsministeriums. Zudem hätten örtliche Behördenvertreter von 26 Erkrankungen eines mutmasslichen hämorrhagischen Fiebers und 20 Todesfällen berichtet.

Unklar sei im Moment noch, ob die neuen Krankheitsfälle mit der jüngst für beendet erklärten Epidemie im Nordwesten des Landes zusammenhängen würden. Dies kann trotz einer Entfernung von rund 1‘500 Kilometern nicht ausgeschlossen werden. Denn das heimtückische Ebola-Virus verbreitet sich schnell und weitläufig – entsprechend schwierig ist es zu bekämpfen.

«Bei Ausbruch zählt die Geschwindigkeit»
«Ein Ebola-Ausbruch erfordert schnelles Handeln. Jede Minute zählt», äusserte sich WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch zum Ausbruch auf Twitter. Eine solch schnelle Reaktion sei bei der Bekämpfung der jüngsten Epidemie ein entscheidender Faktor gewesen. Dem neuen Ausbruch wolle man deshalb auch auf dieselbe Weise entgegen treten.

Begrüsst wird dieses Vorhaben von Dr. med. Bart Vander Plaetse, Programmleiter von FAIRMED: «Bei einem Ausbruch von Ebola zählt die Geschwindigkeit», bestätigt er. Bei der jüngsten Epidemie habe die WHO extrem schnell reagiert.

FAIRMED selbst hatte nach dem Ebola-Ausbruch vor knapp drei Monaten in der Zentralafrikanischen Republik sofortige Massnahmen ergriffen, um einer Ausbreitung des Virus vorzubeugen. Denn durch den Ausbruch von Ebola im Kongo drohte auch den angrenzenden Gebieten der Zentralafrikanischen Republik Gefahr.