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Welt-Lepra-Tag: Eine uralte Krankheit ist topaktuell

Bei mehr als 200 000 Menschen wurde letztes Jahr die Krankheit Lepra diagnostiziert. Am Welt-Lepra-Tag gedenkt man allen, die an der Armutskrankheit und ihren Folgen leiden.

Lepra-Behandlung im indischen Bundesstaat Maharashtra


Jedes Jahr wird der letzte Sonntag des Januars leprabetroffenen Menschen gewidmet. Der «Welt-Lepra-Tag» geht dabei auf den Franzosen Raoul Follereau zurück. Follereaus Ziel war es, das Thema Lepra durch einen Gedenktag im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern. Als Datum wählte er den Todestag von Mahatma Gandhi, um dessen grosses Engagement für Lepra-Betroffene zu würdigen. Mittlerweile ist der Welt-Lepra-Tag in rund 130 Ländern der Welt anerkannt.

Seit sechzig Jahren gegen Lepra

FAIRMED engagiert sich seit 1959 in Asien und Afrika im Kampf gegen Lepra. Dabei arbeitet FAIRMED eng mit der internationalen Lepra-Organisation ILEP und der Weltgesundheitsorganisation WHO zusammen. Die Strategie 2016-2020 der WHO zur Bekämpfung von Lepra verfolgt dabei das Ziel, die Weiterverbreitung der Krankheit in den nächsten vier Jahren stark einzuschränken.

Bis 2020 sollen sich keine Kinder mehr mit Lepra anstecken und Gesetze, welche Lepra-Betroffene diskriminieren, sollen ausser Kraft gesetzt sein. Zudem soll sich die Anzahl der Menschen, die neu an durch Lepra verursachten Behinderungen leiden, auf weniger als eine Person pro eine Million Menschen reduzieren.