Unser Team vor Ort lässt die Menschen in dieser schweren Zeit nicht allein. Auf Anfrage der nepalesischen Regierung leisten wir in den kommenden drei Monaten Nothilfe für rund 500 besonders betroffene Haushalte, also etwa 2'500 Menschen. Wenn die Not anhält, kann die Hilfe verlängert werden. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die eine Krise besonders hart trifft: Menschen mit Behinderungen, kleine Kinder, schwangere und stillende Frauen sowie ältere Menschen.
Unsere Hilfe beginnt dort, wo es am dringendsten ist: bei sauberem Trinkwasser, Medikamenten und Desinfektionsmitteln sowie bei Lebensmitteln wie Reis, Linsen und Pflanzenöl. Wir verteilen auch Küchenutensilien, Decken, Bettwäsche und Kleidung und unterstützen Familien, die ihr Zuhause verloren haben, mit provisorischen Unterkünften.
Doch Nothilfe bedeutet mehr als das Stillen unmittelbarer Bedürfnisse. Damit kranke und verletzte Menschen weiterhin medizinische Hilfe erhalten, sorgen wir dafür, dass Gesundheitszentren mit Generatoren und Solarlösungen mit Strom versorgt werden. Moskitonetze und psychosoziale Unterstützung helfen zusätzlich dabei, die Menschen vor weiteren gesundheitlichen Folgen der Krise zu schützen.
Wir brauchen Ihre Unterstützung
Ihre Spende hilft unmittelbar und dort, wo sie jetzt am dringendsten gebraucht wird. Sie trägt dazu bei, dass Familien Zugang zu sauberem Wasser und Nahrung erhalten, kranke Menschen medizinisch versorgt werden können und besonders vulnerable Menschen nicht allein gelassen werden.
Helfen Sie mit und schenken Sie den Menschen in Nepal Hoffnung, Schutz und die dringend benötigte Unterstützung. Vielen Dank.
Jede Spende hilft, schnell zu handeln.
Herzlichen Dank, dass Sie die Menschen vor Ort in Ihrer grössten Not nicht alleine lassen.
Ausmass der Zerstörung
Diese heftige Sturzflut hat ganze Dörfer mitgerissen und unter Geröll begraben. Strassen, Brücken und Wasserkraftwerke wurden beschädigt, was zu einer teilweisen Unterbrechung der Stromversorgung und der Kommunikationsverbindungen führte. Insgesamt wurden mehr als 20 000 Angehörige der Sicherheitskräfte und Rettungskräfte für Such- und Rettungsmassnahmen mobilisiert. Die Regierung führt in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und Organisationen gross angelegte Such-, Rettungs- und Hilfsmassnahmen durch. Knapp 13 000 Menschen konnten bereits gerettet werden.
Ursache unklar
Die genaue Ursache der Katastrophe ist weiterhin Gegenstand von Untersuchungen. Eine erste Erklärung geht von einem Ereignis im Gletschergebiet aus: Eine Lawine könnte einen Zufluss des Bhotekoshi-Flusses versperrt und dadurch grosse Wassermengen zurückgestaut haben. Der Fluss hat seinen Ursprung im tibetischen Hochland. Wenn sich ein solcher natürlicher Staudamm plötzlich löst, können enorme Wassermassen gemeinsam mit Eis, Schlamm und Geröll talabwärts schiessen.
Auch aktuelle Satellitenaufnahmen liefern Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang mit einem Lawinenabgang. Nach Einschätzung der nepalesischen Katastrophenschutzbehörde könnte eine Mischung aus Schnee und Fels eine massive Schlammlawine am Lhende-Fluss ausgelöst haben. Welche Ereignisse letztlich zur verheerenden Flut geführt haben, ist derzeit jedoch noch nicht abschliessend geklärt.
Die FAIRMED-Projekte sind indes nicht direkt von der Katastrophe betroffen, der Distrikt Rasuwa ist jedoch ein Nachbardistrikt von Sindhupalchok, wo wir tätig sind.