Das passiert in den FAIRMED-Projekten

Ein Einblick in unsere Arbeit vor Ort

FAIRMED ist dort, wo die Strassen aufhören. Wir ermöglichen den ärmsten Menschen in Asien und Afrika Zugang zu einer einfachen medizinischen Versorgung. Denn nur gesunde Menschen können ihrer Armut entrinnen und ein würdevolles Leben führen. In unserem News-Ticker informieren wir Sie laufend darüber, welche Aktivitäten wir durchführen, um dieses Ziel zu erreichen.

Falls Sie längere und ausführlichere Reportagen aus unseren Projekten lesen wollen, dann finden Sie diese in unserem Magazin.

Jetzt FAIRMED unterstützen

UNO-Kritik: Rechte von Menschen mit Behinderungen in internationaler Zusammenarbeit der Schweiz vernachlässigt

Der UNO-Ausschuss hat Mitte März überprüft, wie die Schweiz die UNO-Behindertenrechtskonvention im In- und Ausland umsetzt. Von einer inklusiven Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe ist die Schweiz noch weit entfernt. Die Empfehlungen des Ausschusses decken sich mit den langjährigen Forderungen des Swiss Disability and Development Consortium - bei dem auch FAIRMED Mitglid ist - an den Bund.

Vom 14. bis 16. März musste die Schweiz erstmals Stellung beziehen zum Stand der Umsetzung der UNO-Behindertenrechtskonvention (UNO-BRK). Die Schweiz hat die UNO-BRK 2014 ratifiziert. Zweck der Konvention ist es, die Rechte aller Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten. Die Überprüfung betraf sowohl die Umsetzung der Konvention in der Schweiz als auch in ihrer internationalen Zusammenarbeit. Nach der Anhörung der Schweizer Delegation veröffentlichte der UNO-Ausschuss Empfehlungen, die der Bund nun bis zur nächsten Überprüfung im Jahr 2028 umsetzen muss.

Weitreichende Empfehlungen

Mit Blick auf ihre internationale Zusammenarbeit erhält die Schweiz grundsätzliche Kritik vom Ausschuss: In ihren Strategien und Projekten missachtet sie den Querschnittscharakter von Behinderung. Überdies bezieht der Bund bei der Entwicklung dieser Strategien und Projekte Organisationen von Menschen mit Behinderungen nicht mit ein.

Für die Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe der Schweiz kommt der Ausschuss unter anderem zu folgenden Empfehlungen:

Richtlinien: Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) muss Richtlinien erarbeiten und verabschieden, die sicherstellen, dass sämtliche ihrer Projekte die Anliegen und Rechte von Menschen mit Behinderungen gewährleisten und mit der UNO-BRK in Einklang stehen.

Teilhabe: Menschen mit Behinderungen und ihre Selbstvertretungsorganisationen müssen vom Bund konsultiert sowie aktiv in die Planung, Entwicklung, Kontrolle und Evaluation ihrer Strategien und Projekte zur internationalen Zusammenarbeit einbezogen werden.

Aktionsplan humanitäre Hilfe: 2016 wurde die Charta zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der humanitären Hilfe verabschiedet. Die Schweiz hat die Charta 2020 angenommen, aber bislang keinen Nachweis zur Umsetzung vorgelegt. Daher empfiehlt der UNO-Ausschuss, einen Aktionsplan zu verabschieden, der die Umsetzung der Charta aufzeigt sowie klare und messbare Ziele und Indikatoren beinhaltet.

Daten: In Entwicklungs- und humanitären Projekten der DEZA müssen zukünftig Daten erhoben und ausgewertet werden, die explizit nach Behinderung aufgeschlüsselt sind. Nur so ist ersichtlich, inwiefern sich die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen durch Projekte der Schweiz in Ländern des Globalen Südens verbessern.

Das Swiss Disability and Development Consortium (SDDC) begrüsst die Empfehlungen des Ausschusses. Sie spiegeln die noch immer vorhandenen Lücken wider und decken sich mit dem, was das SDDC bereits seit langem von der schweizerischen internationalen Zusammenarbeit fordert: Die Schweiz muss endlich elementare Schritte unternehmen. Insbesondere die Verabschiedung von Richtlinien, die sicherstellen, dass alle Projekte der internationalen Zusammenarbeit Menschen mit Behinderungen einbeziehen. Diese Richtlinien sollen als Grundlage für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der gesamten Entwicklungs- und humanitären Arbeit der Schweiz dienen.

Diese Gebühren fallen bei Ihrer Onlinespende an

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was von Ihrer Onlinespende effektiv bei uns ankommt? Und ob es Zahlungsmittel gibt, bei denen weniger oder gar keine Gebühren anfallen? In diesem Beitrag geben wir Ihnen einen Überblick über die Gebühren, die uns für eine digitale Spende verrechnet werden.

Vollständiger Artikel lesen

Kostenlose Sichtbarkeit dank Medienpartnern

Um ihre Bekanntheit zu steigern, sind gemeinnützige Organisationen wie FAIRMED auf Werbung angewiesen – normalerweise eine teure Sache. Mit unseren Kampagnen zeigen wir jedoch, dass Werbung nicht immer viel kosten muss.

Vollständiger Artikel lesen

FAIRMED unterstützt die Kampagne #WeThe15

Die bisher grösste Menschenrechtsbewegung im Sport zur Beendigung von Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen hat sich zum Ziel gesetzt, das Leben der 1,2 Milliarden Menschen mit Behinderungen, die 15 % der Weltbevölkerung ausmachen, zu verändern. #WeThe15 wurde an den Paralympischen Spielen Tokyo 2020 von verschiedenen internationalen Organisationen aus den Bereichen Sport, Menschenrechte, Politik, Kommunikation, Wirtschaft, Kunst und Unterhaltung lanciert, unter anderem vom International Disability and Development Consortium (IDDC), zu dem auch FAIRMED gehört.

Menschen mit Behinderungen sind weltweit immer noch täglich mit Barrieren und Diskriminierungen auf allen Ebenen der Gesellschaft konfrontiert. Damit aber alle Menschen mit Behinderungen ihr Potenzial voll ausschöpfen können und wie alle anderen Menschen auch an allen Bereichen des Lebens teilhaben können und aktive und sichtbare Mitglieder einer inklusiven Gesellschaft sein können, müssen diese Barrieren abgebaut werden.

Auch sonst engagiert sich FAIRMED mit ihrer Arbeit aktiv für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Dazu gehört auch die ständige Weiterbildung unserer Mitarbeiter, wie zum Beispiel die Schulungen, die gerade mit allen Länderteams von FAIRMED, sowie dem Team in Bern stattfinden, um sicherzustellen, dass die Projekte von FAIRMED Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit allen anderen miteinschliessen.

WeThe15 besuchen
4 von 5 News-Beiträge