Kathipudi Indien

Projekt «RISDT»

Lepra ist in Indien noch immer ein ernstes Gesundheitsproblem, das vor allem arme Menschen betrifft. Wird die Krankheit nicht rechtzeitig behandelt, drohen schwere Behinderungen. FAIRMED unterstützt deshalb in im indischen Kathipudi im Bundesstaat Andhra Pradesh ein Referenzspital, in dem Betroffene Zugang zu einer qualitativ hochwertigen medizinischen Behandlung erhalten.

Warum es uns braucht

Indien ist das Land mit der höchsten Anzahl an Lepra-Betroffenen weltweit. Die vernachlässigte Tropenkrankheit verbreitet sich besonders in einem Umfeld, in dem die Menschen auf engem Raum wohnen, schlecht ernährt sind und in Armut leben. Wenn Lepra nicht frühzeitig diagnostiziert und korrekt behandelt wird, kann dies zu schwerwiegenden Behinderungen an Händen, Füssen und Augen führen. Dadurch können Betroffene nicht mehr richtig gehen, ihre Hände nicht mehr richtig brauchen und es kann sogar zur Erblindung kommen. Dabei ist die Armutskrankheit relativ einfach zu diagnostizieren und mit einer Medikamenten-Kombination aus drei Antibiotika heilbar. Oft verheimlichen Betroffene aber ihre Infektion, da Lepra in Indien mit einer starken Stigmatisierung und sozialer Ausgrenzung einhergeht.

Wie wir wirken

Während vielen Jahren erhielten Lepra-Betroffene in Indien aufgrund von Stigmatisierung kaum oder gar keinen Zugang zu öffentlichen Spitälern. Um ihnen eine Behandlung zu ermöglichen, gründete FAIRMED in den Siebzigerjahren in Indien mehrere Lepra-Spitäler, von denen mittlerweile die meisten selbsttragend sind und keine Unterstützung mehr benötigen. Im Referenzspital des Rural India Self Development Trusts (RISDT) in Kathipudi tragen wir aber immer noch dazu bei, dass Lepraerkrankte rekonstruktive Operationen an Händen, Füssen und Augen erhalten. Dadurch können die Betroffenen auch weiterhin ihrer Arbeit nachgehen, die Schule besuchen und sie werden vor der Diskriminierung geschützt, die sie mit sichtbaren Behinderungen aufgrund von Lepra erleben würden.

Nach der Operation werden die oftmals armen und von weither angereisten Patientinnen und Patienten in einem mehrere Wochen dauernden stationären Aufenthalt im Spital nachbehandelt, damit eine optimale Wundheilung möglich ist. Ausserdem erhalten sie regelmässige Physiotherapie und werden darin geschult, wie sie selbst mit Übungen zu Hause die Beweglichkeit ihrer Hände und Füsse erhalten können.

Haben Sie Fragen zum Projekt?

Dann steht Ihnen Sybille Imhof, unsere Verantwortliche für die Projekte in Indien, gerne zur Verfügung. Sie erreichen sie per E-Mail an info@fairmed.ch.

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