Dezember 2025

«Ich dachte, ich würde alleine sterben»

Adjara Nzeket ist sechzig Jahre alt und lebt im Dorf Mamatié im Mapé-Gebiet Kameruns. Auf dem niedrigen Hocker vor der Hütte ihres Brudersfaltet sie ihre mageren Hände im Schoss und erzählt uns mit leiser Stimme ihre Geschichte.

«Als junge Frau träumte ich von einer Heirat, von Kindern, von einer eigenen Familie. Dann erschienen auf meinen Armen weisse Flecken, an denen ich nichts mehr spürte. Ich wurde immer schwächer, bekam Geschwüre und Entstellungen. Im Dorf bekamen die Menschen Angst vor mir, flüsterten, ich sei verflucht und eine Hexe. Nicht nur die Nachbarn gingen auf Distanz, auch die Männer, die mir den Hof gemacht hatten, und am Schluss sogar meine Familie – bis auf meinen Bruder. Er baute mir am Rand des Dorfes eine Hütte und brachte mir jeden Tag zu essen, ohne ihn hätte ich nicht überlebt.

Ganze dreissig Jahre lebte ich allein und isoliert in dieser Hütte. Bis die beiden FAIRMED-Mitarbeitenden Mewouo Laditatou und Mouliom Arouna mich vor einem Jahr entdeckt haben, mich zum Gesundheitsposten brachten, wo bei mir Lepra diagnostiziert wurde. Nun nehme ich die letzten Tabletten, dann ist meine Behandlung abgeschlossen. Ich bin so froh, bin ich geheilt und nicht mehr ansteckend. Endlich haben die Menschen keine Angst mehr vor mir!»

Die vernachlässigte Tropenkrankheit Lepra …

… ist heilbar, aber das Stigma hält ohne Intervention ein Leben lang an.

… kann mit einer Behandlung geheilt werden, die weniger kostet als ein Abendessen für eine Schweizer Familie.

… wird dank Ihrer Spende von FAIRMED-Gesundheitshelfenden in den weit verstreuten Dörfern entdeckt. Die von Lepra betroffenen Menschen werden bei Diagnose, Behandlung und Wiedereingliederung in die Gemeinschaft unterstützt.

Vielen Dank!

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