Seit Ende Juni 2026 breitet sich die Krankheit in der Zentralafrikanischen Republik aus. Nach dem ersten bestätigten Ausbruch stiegen die Fallzahlen innerhalb kurzer Zeit stark an. Am 26. Juni wurden 174 neue Fälle gemeldet. Auch im Juli kam es immer wieder zu neuen Fallspitzen. Besonders betroffen sind Kinder unter zehn Jahren: Sie machen mehr als drei Viertel der Todesopfer aus.
Hinter diesen Zahlen stehen Menschen und Familien, die oft unter sehr schwierigen Bedingungen leben. Viele haben keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser, Toiletten oder medizinischer Versorgung. Besonders in abgelegenen Dörfern ist das Risiko einer weiteren Ausbreitung hoch.
FAIRMED ist dort, wo Hilfe dringend gebraucht wird
FAIRMED arbeitet direkt mit den lokalen Gesundheitsbehörden zusammen und unterstützt sie im Kampf gegen die Cholera. Ein Schwerpunkt liegt im Gesundheitsdistrikt Mbaiki-Mongoumba. Dort sind unter anderem die Dörfer Mongo, Ngotogbe und Zinga besonders stark betroffen. In Mongo konzentriert sich etwa die Hälfte der Fälle. Rund 85 Prozent der Todesfälle entfallen auf diese drei Orte. Unsere lokalen Teams kennen die abgelegenen Dörfer, die Wege dorthin und die Menschen, die sonst kaum Zugang zu Ärztinnen, Medikamenten oder sauberem Trinkwasser haben. Genau deshalb ist ihre Arbeit so wichtig.
FAIRMED hilft dabei, Krankheitsfälle früh zu erkennen und Menschen schnell zu behandeln. Gleichzeitig informieren unsere Teams die Bevölkerung darüber, wie Cholera übertragen wird und wie man sich schützen kann. Sie gehen in die Gemeinden, arbeiten mit lokalen Gesundheitshelferinnen und -helfern sowie religiösen und traditionellen Führungspersonen zusammen und nutzen auch Radiosendungen, um möglichst viele Menschen zu erreichen.
Ein weiterer wichtiger Teil der Hilfe ist sauberes Wasser. FAIRMED unterstützt Familien und Gemeinden mit Wasserreinigern und stellt Material für die Rehydratation bereit. Denn bei Cholera verliert der Körper sehr schnell Flüssigkeit. Eine schnelle Rehydratation kann Leben retten.
Die Epidemie ist noch nicht vorbei
Auch wenn die Zahl der Todesfälle inzwischen zurückgegangen ist, bleibt die Situation angespannt. Die Fallzahlen verlaufen in Wellen und können jederzeit wieder ansteigen. Besonders die dicht besiedelten Gebiete von Bangui sowie die Dörfer entlang der Flüsse und in Grenzregionen sind gefährdet.
Deshalb müssen die Gesundheitsbehörden und die lokalen Partner weiter aufmerksam bleiben: Fälle müssen schnell erkannt, Erkrankte behandelt und die Bevölkerung informiert werden. Gleichzeitig braucht es besseren Zugang zu sauberem Wasser, Hygiene und medizinischer Versorgung.
Ihre Unterstützung kann Leben retten
Für Menschen in den betroffenen Dörfern ist schnelle Hilfe entscheidend. Ein Arztbesuch, eine Behandlung, sauberes Wasser oder eine einfache Information darüber, wie man sich schützen kann, können den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Mit Ihrer Spende kann FAIRMED weiterhin dort helfen, wo die Not am grössten ist: bei der medizinischen Versorgung, bei der Prävention, bei der Aufklärung und beim Zugang zu sauberem Wasser.
Gemeinsam können wir verhindern, dass aus einer behandelbaren Krankheit eine tödliche Katastrophe wird.