Lepra

Lepra betrifft bis heute Hunderttausende Menschen – vor allem dort, wo Armut den Zugang zu medizinischer Versorgung erschwert. Mit Früherkennung, Behandlung und Aufklärung hilft FAIRMED, die Folgen der Krankheit zu verhindern und Betroffene zu unterstützen.

Noch immer erhalten mehr als 200 000 Menschen pro Jahr die Diagnose Lepra – davon rund 15'000 Kinder. Etwa 6 Millionen leben als Folge von Lepra mit Behinderungen und die Dunkelziffer von Betroffenen, die gar nicht erst medizinisch untersucht und diagnostiziert werden, ist hoch.

Und dies nur deshalb, weil sie nicht die Reichen, sondern die Ärmsten betrifft, die keinen Zugang zu Gesundheit haben. So leider auch die Menschen in den Projekten von FAIRMED. Denn die uralte Krankheit – sie wird bereits seit über 4000 Jahren beschrieben – verbreitet sich besonders in einem Umfeld, in dem die Menschen auf engem Raum wohnen, schlecht ernährt sind, in Armut leben und keinen Zugang zu Gesundheit haben.

Lepra überträgt sich durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch und führt unbehandelt zu chronischen Geschwüren und bleibenden Behinderungen. Dabei ist die Krankheit relativ einfach zu diagnostizieren und mit einer Medikamenten-Kombination aus drei Antibiotika heilbar. Oft verheimlichen Betroffene aber ihre Infektion, da Lepra in einigen Regionen der Welt mit einer starken Stigmatisierung und sozialer Ausgrenzung einhergeht.

Nah bei den Menschen: FAIRMEDs Einsatz gegen Lepra

Die von FAIRMED geschulten Gesundheitshelfenden besuchen deshalb selbst die abgelegensten Dörfer in ihren Gemeinden, um die Menschen vor Ort auf frühe Anzeichen von Lepra zu untersuchen. So können Betroffene möglichst früh behandelt werden, bevor die Krankheit zu bleibenden Behinderungen führt. Gleichzeitig betreiben die Gesundheitshelfenden umfassende Aufklärungsarbeit in den betroffenen Gemeinden, um Wissen über Lepra zu vermitteln, Vorurteile abzubauen und die Stigmatisierung der Krankheit zu bekämpfen.

Zudem bildet FAIRMED das Gesundheitspersonal vor Ort in der Behandlung von Lepra aus und weiter und sorgt dafür, dass die Gesundheitszentren über die notwendige Ausstattung verfügen, um Betroffene fachgerecht zu behandeln. Darüber hinaus setzt sich FAIRMED dafür ein, dass Menschen, die aufgrund von Lepra mit einer Behinderung leben, die notwendige Unterstützung und Rehabilitation erhalten.

Bal Bahadur

Der 73-Jährigen Bal Bahadur, der in den Bergen Nepals wohnt und schon mehrere Zehen und Finger verloren hat, steht stellvertretend für die vielen Schicksale von Lepra-Betroffenen in den Projekten von FAIRMED. Hier erfahren Sie, wie unsere Gesundheitsmobilisatorin Pramila Raut von seiner Krankheit erfahren hat und ihn von seiner grössten Angst befreien konnte.

Seit über 65 Jahren im Einsatz gegen Lepra

FAIRMED wurde 1959 als Nationales Komitee für die Aussätzigen gegründet. Mit Projekten in Kamerun, Indien und Tansania begann der Einsatz gegen Lepra. Schon wenige Jahre später unterstützte FAIRMED 60 Lepra-Stationen in 28 Ländern und baute mit eigenen Fachkräften die medizinische Versorgung weiter aus.

Ab 2001 weitete FAIRMED seine Arbeit auf weitere vernachlässigte Tropenkrankheiten aus und lancierte in Kamerun das erste Buruli-Ulkus-Projekt. Heute setzten wir uns in Afrika und Asien dafür ein, vernachlässigte Tropenkrankheiten zu bekämpfen und den Zugang zu einer gerechten Gesundheitsversorgung nachhaltig zu verbessern.

Zur Geschichte von FAIRMED

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Nepal

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Zentralafrikanische Republik

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