Aufgrund der hohen Zahl an Bissen und den oft schwerwiegenden Folgen stuft die Weltgesundheitsorganisation WHO Schlangenbissvergiftungen als vernachlässigte Tropenkrankheit ein. Denn wie viele andere Armutskrankheiten treffen Schlangenbisse vor allem Menschen in armen ländlichen Regionen und stellen schwache Gesundheitssysteme vor grosse Herausforderungen. Die Herstellung von Gegengiften ist komplex, da sich Schlangengifte stark unterscheiden und oft mehrere Schlangengifte für die Produktion benötigt werden – für arme Länder oftmals eine logistische Unmöglichkeit.
Auch in Nepal sind Schlangenbisse ein grosses Problem: Im nepalesischen Flachland werden jährlich rund 40'000 Menschen gebissen, mehr als 3'000 von ihnen sterben an den Folgen der Vergiftung. In manchen Fällen müssen den Betroffenen Gliedmassen amputiert werden, was ihnen die Arbeit verunmöglicht und sie noch tiefer in die Armut drängt.
FAIRMEDs Einsatz für die Ärmsten
FAIRMED setzt bei der Bekämpfung von Schlangenbissen auf einen Ansatz, der sich bereits bei anderen Armutskrankheiten wie Lepra oder Elephantiasis bewährt hat. Wir schulen medizinisches Fachpersonal und freiwillige Gesundheitshelfende, damit sie Schlangenbisse früh erkennen, richtig behandeln und die Bevölkerung über Schutzmassnahmen informieren können. Sie lernen unter anderem, gefährliche Schlangenarten zu erkennen und welche Erste-Hilfe-Massnahmen im Notfall wichtig sind.
Gleichzeitig stärken wir die Gesundheitsversorgung in abgelegenen Regionen. Wir statten Gesundheitseinrichtungen mit dem nötigen medizinischen Material aus und helfen dabei, dass Betroffene im Notfall schnell medizinische Hilfe erhalten. So trägt FAIRMED dazu bei, das Gesundheitssystem in Nepal besser auf die Herausforderung von Schlangenbissen vorzubereiten. Darüber hinaus setzt sich FAIRMED dafür ein, dass Menschen, die aufgrund von Schlangenbissen mit einer Behinderung leben, die notwendige Unterstützung und Rehabilitation erhalten.
Auswirkungen des Klimawandels
In der Klimadebatte stehen oft extreme Wetterphänomene und Naturkatastrophen im Fokus. Aber der weltweite Temperaturanstieg könnte auch weitere, eher unerwartete Auswirkungen haben: Giftige Schlangen siedeln sich näher bei den Menschen an und eine Zunahme von Schlangenbissen stellt arme Länder vor neue Herausforderungen.
Mehr zum Thema
Ihre Spende hilft!
Eine Diagnose darf kein Schicksal sein. Mit Ihrer Spende schenken Sie den ärmsten Menschen am Ende der Welt die Chance auf eine gesunde Zukunft. Jeder Beitrag hilft, Leben zu verändern.
Ihre Spende wirkt!
Ein Einblick in die Projekte von FAIRMED
Nepal
Projekt «Sindhu»
Zentralafrikanische Republik
Projekt «Seni na Siriri»
Kamerun
