Wurmerkrankungen

Wurmerkrankungen betreffen hunderte Millionen der ärmsten Menschen weltweit. Dank FAIRMED erhalten Betroffene in den entlegensten Regionen Zugang zu Gesundheitsdiensten und zu lebenswichtiger Behandlung.

Wurmerkrankungen - die zu den vernachlässigten Tropenkrankheiten zählen - treffen besonders Menschen mit fehlendem Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Anlagen und zu einer funktionierenden Gesundheitsversorgung. Die Übertragung erfolgt meist über verunreinigtes Wasser, kontaminierte Böden oder aufgrund mangelnder Hygiene. Kinder sind besonders gefährdet.

Auch wenn Wurmerkrankungen selten direkt tödlich verlaufen, haben sie erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit und Entwicklung: Sie verursachen unter anderem chronische Bauchbeschwerden, Durchfall, Blutarmut, Mangelernährung und Wachstumsstörungen. Die Leistungsfähigkeit in Schule und Arbeit ist oft deutlich eingeschränkt, was die Betroffenen zusätzlich in die Armut stürzt. Und dies, obwohl die Behandlung mit Tabletten vergleichsweise einfach und kostengünstig möglich ist.

FAIRMEDs Einsatz gegen Wurmerkrankungen

In unseren Projekten in Afrika und Asien setzen wir uns für die Bekämpfung verschiedener Wurmerkrankungen wie der Onchozerkose, der Bilharziose oder der lymphatischen Filariose ein. Unter anderem sorgen wir dafür, dass die Menschen in besonders abgelegenen Regionen von unseren Gesundheitshelfenden auf Symptome der Krankheiten untersucht werden und falls nötig eine fachgerechte Behandlung erhalten.

Gleichzeitig betreiben die Gesundheitshelfenden umfassende Aufklärungsarbeit in den betroffenen Gemeinden, um Wissen über Wurmerkrankungen zu vermitteln, Vorurteile abzubauen und die Stigmatisierung dieser Krankheiten zu bekämpfen. Zudem setzt sich FAIRMED dafür ein, dass Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung mit einer Behinderung leben, die notwendige Unterstützung und Rehabilitation erhalten. Darüber hinaus unterstützt FAIRMED gross angelegte Kampagnen, in denen den Menschen Medikamente gegen Wurmerkrankungen verteilt werden.

Massenbehandlungskampagnen gegen Elephantiasis

Ein Beispiel dafür sind wiederkehrende Massenbehandlungskampagnen gegen lymphatischen Filariose, auch Elephantiasis genannt, die FAIRMED in Zusammenarbeit mit der Regierung in Nepal organisiert. Betroffene und Menschen in Risikogebieten werden dabei über einen Zeitraum von vier bis sechs Jahren mit einer Kombination aus mehreren Wurmtabletten behandelt. Die Tabletten müssen je nach Therapieform ein- oder zweimal pro Jahr eingenommen werden. Besonders wichtig ist dabei, dass die Massenkampagnen den Grossteil der betroffenen Bevölkerung erreichen und die Behandlung auch konsequent über mehrere Jahre durchgeführt wird. Nur so kann der Kreislauf aus Ansteckung und Übertragung nachhaltig und dauerhaft unterbrochen werden.

Das setzt aber voraus, dass auch die Menschen in den besonders abgelegenen Regionen Nepals erreicht werden. Da FAIRMED in Nepal als Organisation bekannt ist, die in abgelegenen und schwer zugänglichen Gebieten tätig ist, war es nicht überraschend, dass die nepalesische Regierung FAIRMED bat, bei den Massenkampagnen mitzuhelfen. So soll die Armutskrankheit, die mehr als eine halbe Milliarde Menschen weltweit betrifft und ohne frühzeitige Behandlung die Gliedmassen stark anschwellen lässt und so zu lebenslangen, unheilbaren Behinderungen führt, in Nepal bis 2030 eliminiert werden.

Die Kampagne im Video:

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