Buruli-Ulkus und Frambösie

Buruli-Ulkus und Frambösie sind schmerzhafte Hautkrankheiten, die vor allem Menschen in den abgelegensten und ärmsten Regionen der Welt betreffen. Dank FAIRMED erhalten Betroffene Zugang zu einer wirksamen Behandlung und damit die Chance auf Heilung und ein gesundes Leben.

Bei Buruli-Ulkus und Frambösie handelt es sich um bakterielle Infektionskrankheit. Früh erkannt lassen sich die beiden vernachlässigten Tropenkrankheiten erfolgreich mit Antibiotika behandeln und bleibende Behinderungen können verhindert werden. Sie sind eng verbunden mit Armut, unzureichender Gesundheitsversorgung sowie mangelndem Zugang zu sauberem Wasser und Hygiene.

Buruli-Ulkus

Buruli-Ulkus beginnt meist mit einer schmerzlosen Schwellung oder einem Knoten, die sich unbehandelt zu grossflächigen Hautgeschwüren entwickeln und zur Amputation der betroffenen Gliedmassen führen können. FAIRMED hat bereits im Jahr 2001 in Kamerun das erste Buruli Projekt lanciert und damit eine Pionierrolle eingenommen.

Frambösie

Frambösie wird durch direkten Hautkontakt übertragen und betrifft vor allem Kinder unter 15 Jahren. Die Krankheit beginnt mit Hautgeschwüren und kann ohne Behandlung Haut, Knochen und Gelenke dauerhaft schädigen. Erste Anzeichen von Frambösie sind einzelne, zwischen zwei bis fünf Zentimeter grosse himbeerartige Papeln auf der Haut, die sich ohne Behandlung verbreiten.

Wie FAIRMED hilft

In den Projektgebieten, in denen Buruli-Ulkus oder Frambösie vorkommen, sind die von FAIRMED ausgebildeten Gesundheitshelfenden regelmässig in abgelegenen Dörfern unterwegs. Sie untersuchen die Menschen direkt vor Ort, erkennen Erkrankungen frühzeitig und sensibilisieren die Bevölkerung für die ersten Anzeichen der Krankheiten. So können Betroffene rechtzeitig behandelt werden, bevor schwere Folgeschäden entstehen. Ist eine weiterführende medizinische Behandlung notwendig, übernimmt FAIRMED die Transportkosten ins nächste Gesundheitszentrum sowie die Kosten für die Behandlung. Zudem setzt sich FAIRMED dafür ein, dass Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung mit einer Behinderung leben, die notwendige Unterstützung und Rehabilitation erhalten.

Gleichzeitig stärkt FAIRMED die lokalen Gesundheitssysteme: Spitäler werden mit den notwendigen Materialien für die Behandlung der Betroffenen ausgestattet und medizinisches Personal wird umfassend geschult, damit Diagnosen und Behandlungen vor Ort durchgeführt werden können. Auch traditionelle Heilerinnen und Heiler werden einbezogen und dafür sensibilisiert, Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf schwerwiegende Erkrankungen frühzeitig an das öffentliche Gesundheitssystem zu überweisen. Bei Frambösie unterstützt FAIRMED zudem Massenbehandlungskampagnen, um die Krankheit einzudämmen und ihre weitere Ausbreitung zu verhindern.

    Massenbehandlungskampagnen

    Im Auftrag mehrerer afrikanischer Regierungen hat FAIRMED in der Vergangenheit Massenbehandlungskampagnen zur Bekämpfung der Frambösie durchgeführt. Ziel davon war es, die Ausbreitung der Krankheit unter den indigenen Baka und Aka zu stoppen, die besonders häufig von Frambösie betroffen sind. Insgesamt erreichten die Kampagnen rund 1,4 Millionen Menschen in 17 Distrikten in Kamerun, der Demokratischen Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik.

    FAIRMED übernahm dabei eine Schlüsselrolle: Dank unserer langjährigen Erfahrung gelangten die Medikamente selbst in die entlegensten Dörfer. Gleichzeitig sensibilisierten wir die Bevölkerung für die Krankheit und ihre Behandlung, schulten Gesundheitspersonal und bauten ein Überwachungssystem auf, mit dem neue Erkrankungen früh erkannt und nachverfolgt werden können. Nur so lässt sich die Frambösie langfristig eindämmen und schliesslich ausrotten.

    Marinette rächt sich

    Vor mehreren Jahren kam die damals 13-Jährige Marinette mit einem völlig deformierten Arm ins Distriktspital in Bankim. Die Diagnose: Buruli in weit fortgeschrittenem Stadium. Dank einer monatelangen Behandlung mit Operationen, Hauttransplantationen, täglicher Gymnastik und einer aufwändigen Wundbehandlung konnte Marinettes Arm gerettet werden. Heute betreibt sie ein eigenes Geschäft und will bald genug Geld zusammenhaben, um ihren beiden Söhnen eine gute Ausbildung zu ermöglichen.

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