Sri Lanka verzaubert mit seinen Stränden, seiner kulturellen Vielfalt und einer jahrtausendealten Geschichte. Doch hinter den Bildern eines aufstrebenden Landes verbirgt sich eine weniger sichtbare Realität. Auch Jahre nach dem Bürgerkrieg sind viele Menschen im Norden Sri Lankas von den langfristigen Folgen von Konflikt, Vertreibung und Armut betroffen.
Eine unzureichende medizinische Versorgung sowie der eingeschränkte Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen begünstigen die Ausbreitung vernachlässigter Tropenkrankheiten wie Lepra, Dengue oder Elephantiasis. Hinzu kommen die körperlichen und psychischen Folgen des Bürgerkriegs, die das Leben vieler Menschen bis heute stark beeinträchtigen. Zahlreiche Betroffene leben mit dauerhaften Behinderungen, die durch Kriegsverletzungen oder unbehandelte Krankheiten verursacht wurden.
Dank der Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender können wir dort helfen, wo medizinische Versorgung besonders dringend benötigt wird. Zusammen schaffen wir Perspektiven für Menschen, die bisher kaum Zugang zu Behandlung und Rehabilitation hatten.
Vielen Dank für Ihre Hilfe!
So wirkt Ihre Spende
Gemeinsam mit lokalen Partnern verbessern wir die Gesundheitsversorgung im Norden Sri Lankas und unterstützen Menschen dabei, den Kreislauf aus Armut und Krankheit zu durchbrechen. Unser besonderer Fokus liegt auf Menschen mit Behinderungen, Betroffenen von vernachlässigten Tropenkrankheiten sowie von Frauen geführten Haushalten, die nach den Folgen des Bürgerkriegs häufig ohne ausreichende finanzielle Unterstützung leben.
Unter anderem bekämpfen wir NTDs unter dem Einbezug aller Akteure. So klären wir die Bevölkerung darüber auf, wie sie erste Anzeichen der Krankheiten frühzeitig selbst erkennen und was sie machen können, um ihre eigene Gesundheit zu fördern. Wir vergrössern das Wissen und die Kompetenzen des Gesundheitspersonals und wir stellen sicher, dass alle Gesundheitseinrichtungen bedarfsgerecht (z.B. mit Medikamenten) ausgerüstet sind.
Damit auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder psychischen Belastungen medizinische Unterstützung erhalten, bringen wir Gesundheits- und Rehabilitationsangebote direkt in die Gemeinden. Physiotherapeutinnen, Therapeuten und weitere Fachpersonen behandeln die Menschen dort, wo sie leben – und ermöglichen ihnen so Zugang zu dringend benötigter Versorgung.
Happiness Centers
Die Happiness Centers bündeln verschiedene Angebote an einem Ort. Sie schaffen einen geschützten Raum für psychosoziale Beratung, Therapien, Trainings, Freizeitaktivitäten für Kinder sowie den Austausch innerhalb der Gemeinschaft. So entstehen lokale Zentren für Gesundheit, Teilhabe und gegenseitige Unterstützung.
Mehr zu unserer Arbeit
Wo in Sri Lanka ist FAIRMED tätig?
FAIRMED ist im Norden Sri Lankas im Projekt «Vaiharai» in den beiden Distrikten Jaffna und Killinochchi tätig. Wie für FAIRMED üblich wurde auch dieses Projekt von den Menschen vor Ort benannt und der Name zeigt, was sie sich am meisten wünschen. Denn «Vaiharai» bedeutet wörtlich übersetzt «Morgenröte» und steht im übertragenen Sinn für «Hoffnung».
Was macht FAIRMED für Frauen und Kinder?
FAIRMED ermittelt und beseitigt Hindernisse, mit denen Frauen beim Zugang zu Gesundheitsdiensten, Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten konfrontiert sind. Wir fördern die Selbstbestimmung und Führungsrolle von Frauen innerhalb der Gemeinschaften und auch innerhalb unserer Organisation.
Ein Fokus liegt dabei auf Familien, die von Frauen geführt werden. Denn viele Personen haben in der Folge des Kriegs vermisste oder verschwundene Familienmitglieder zu beklagen - rund 40 000 Familien im Projektgebiet sind von Frauen geführt. Der Grossteil dieser Familien sind verschuldet und erhalten keine finanzielle Hilfe.
Leistet FAIRMED auch Nothilfe?
Sri Lanka ist eines der Länder, das regelmässig von Naturkatstrophen wie Zyklonen und Überschwemmungen betroffen ist. Für die betroffenen Familien bedeuten solche Krisen oft den Verlust ihrer Lebensgrundlage – und ohne funktionierende Gesundheitsversorgung können sie schnell lebensbedrohlich werden.
Deshalb verbindet FAIRMED langfristige Entwicklungszusammenarbeit mit humanitärer Hilfe. Gemeinsam mit den Gemeinden stärken wir ihre Fähigkeit, sich auf Krisen vorzubereiten, Risiken frühzeitig zu erkennen und im Ernstfall rasch zu handeln. Dies gelingt uns unter anderem dank unseren lokalen Mitarbeitenden. Sie leben nahe an den betroffenen Gebieten und können innerhalb weniger Stunden auf neue Herausforderungen reagieren. Sie müssen nicht erst von weit entfernt anreisen, sondern sind bereits vor Ort. Sie sind zudem gut mit den lokalen Behörden vernetzt und wissen, wie man Lebensmittel, Kleidung und Medikamente organisiert.
So entstehen widerstandsfähige Gesundheitssysteme, die den Menschen nicht nur im Alltag, sondern auch in den schwierigsten Momenten Sicherheit und Hoffnung geben.
Welche NTDs sind in Sri Lanka verbreitet?
In Sri Lanka sind vernachlässigte Tropenkrankheiten wie Lepra, Lymphatische Filariose, Dengue, Bodenübertragene Wurminfektionen, Leishmaniose, Tollwut und Schlangenbisse nach wie vor verbreitet.
FAIRMED hat über Jahrzehnte hinweg einen bedeutenden Beitrag zur Bekämpfung von vernachlässigten Tropenkrankheiten, insbesondere zur Bekämpfung und Eliminierung von Lepra, in Sri Lanka geleistet. Durch Trainings von Gesundheitspersonal, Advocacy-Arbeit sowie die Entwicklung innovativer Screening- und Früherkennungsmethoden konnten erfolgreiche Ansätze in das nationale Gesundheitssystem integriert und von der Regierung übernommen werden.
Was macht FAIRMED gegen Korruption?
Da Korruption auf lokaler Regierungsebene vorkommen kann, betreibt FAIRMED in allen Projektländern eigene Länderbüros und kontrolliert dort den Geldfluss direkt. Gelder gehen nie an Regierungen, sondern ausschliesslich an sorgfältig ausgewählte Mitarbeitende vor Ort. Bei der Projektplanung wird die Zusammenarbeit mit Partnern klar definiert – inklusive Zuständigkeiten und Finanzierungsquellen.
Strenges Monitoring und externe Audits stellen sicher, dass Unregelmässigkeiten und Abweichungen in unseren Projekt-Aktivitäten und deren Finanzierung auffallen. Zudem setzt FAIRMED in Sri Lanka und in allen Projektländern Anti-Korruptionsprogramme ein, führt Risikoanalysen durch und sorgt mit Berichtssystemen für Transparenz.
Arbeitet FAIRMED mit der Regierung zusammen?
FAIRMED ist seit 1981 in Sri Lanka aktiv und arbeitet eng mit den staatlichen Stellen zusammen. So konnten wir bereits verschiedene Programme in verschiedenen Landesteilen durchführen und erfolgreiche an staatliche Strukturen übergeben.
Die Aktivitäten in unseren Projekten werden indes nur durch Mitarbeitende staatlicher Institutionen umgesetzt, während FAIRMED technische und finanzielle Unterstützung leistet. Dadurch bleiben Fachwissen, Erfahrungen und Strukturen langfristig im öffentlichen System verankert. Das erhöht die Nachhaltigkeit der erzielten Wirkung.
Dazu trägt auch die Umsetzungsforschung (Implementation Research) innerhalb unseres Projekts «Vaiharai» bei. Gemeinsam mit Forschungspartnern wie dem Centre for Mental Research and Development (CMRD) und dem Institute of Development Studies (IDS) werden die Bedürfnisse der Bevölkerung systematisch untersucht. Die gewonnenen Erkenntnisse fliessen direkt in die Programmgestaltung ein und helfen dabei, laufend wirksamere Lösungen zu entwickeln.
Wie kann ich für die Projekte in Sri Lanka spenden?
Mit Ihrer Unterstützung schenken Sie Hoffnung und helfen mit, dass auch die ärmsten Menschen in Sri Lanka medizinische Versorgung erhalten. Hier geht's zur Spendenseite. Vielen Dank!
Wir wirkt meine Spende und kommt sie an?
Dank Ihrer Spende erhalten auch die Ärmsten in Sri Lanka Zugang zu dringend benötigter Gesundheitsversorgung. Wie wir dies zusammen mit Menschen wie Ihnen schaffen, erfahren Sie in in unserem Online-Magazin und im FAIRMED-Jahresbericht. Und falls Sie regelmässige Eindrücke von unserer Arbeit und den Menschen vor Ort erhalten möchten, folgend Sie uns auf Social Media und abonnieren Sie unseren Newsletter. In Sri Lanka haben wir im letzten Jahr unter anderem:
18 303 Menschen erreicht
11 278 Menschen behandelt
495 Gesundheitsfachpersonen und Gesundheitshelfende aus- und weitergebildet
500 Menschen bei Notfällen wie Naturkatstrophen unterstützt
Die Stiftung ZEWO bestätig uns ausserdem regelmässig mit ihrem Gütesiegel, dass wir Spenden effizient und zweckgerichtet einsetzen. Sie bewertet zusätzlich unsere Integrität, Transparenz und Nachhaltigkeit. Seit 1963 tragen wir das ZEWO-Gütesiegel, das garantiert, dass Spendengelder direkt in unsere Projekte fliessen und wir unsere Verwaltung schlank und klein haten. Es ist ein Beweis von neutraler Stelle, dass bei uns die betrieblichen Abläufe professionell und effizient sind und ständig verbessert werden. Zudem legen wir in unseren Jahresberichten sämtliche Ausgaben offen und zeigen auf, was wir bewirken konnten und wie wir Ihre Spenden eingesetzt haben.
Haben Sie Fragen?
Dann steht Ihnen Nadine Küng, unser Verantwortliche für Sri Lanka, gerne zur Verfügung. Sie erreichen sie per E-Mail an info@fairmed.ch.
Ihre Spende hilft!
Mit Ihrer Spende schenken Sie den ärmsten Menschen in Sri Lanka die Chance auf eine gesunde Zukunft. Jeder Beitrag hilft, Leben zu verändern.
