In Kamerun leben viele Menschen arm, abgelegen und weit entfernt von der nächsten Gesundheitsstation. Um das nächste Spital zu erreichen, müssen sie oft kilometerlange Fussmärsche zurücklegen oder auf kaum befahrbaren Strassen reisen. Die Transportkosten verschärfen ihre Armut zusätzlich. Gleichzeitig sind vernachlässigte Tropenkrankheiten wie Lepra, Buruli oder Frambösie weit verbreitet und die Mütter- und Kindersterblichkeit ist hoch. Besonders betroffen sind indigene Gemeinschaften wie die Baka, die seit Generationen unter Diskriminierung, Armut und fehlendem Zugang zu medizinischer Versorgung leiden.
Gemeinsam mit unseren treuen Spenderinnen und Spendern setzen wir uns deshalb seit vielen Jahren dafür ein, dass auch die ärmsten und vernachlässigsten Menschen in Kamerun Zugang zu Gesundheitsversorgung erhalten. Zusammen schaffen wir Gesundheitsstrukturen, die Leben retten und den Menschen auch langfristig eine bessere Zukunft ermöglichen.
Vielen Dank für Ihre Hilfe!
So wirkt Ihre Spende
FAIRMED arbeitet in Kamerun eng mit lokalen Behörden, Gesundheitseinrichtungen und Gemeinden zusammen, um die Gesundheitsversorgung nachhaltig zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen die Prävention, Früherkennung und Behandlung vernachlässigter Tropenkrankheiten sowie die Gesundheit von Müttern und Kindern und die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen. Dafür bilden wir Gesundheitsfachpersonen und freiwillige Gesundheitshelferinnen und -helfer aus, stärken Gesundheitszentren mit medizinischer Ausrüstung und Medikamenten und bringen mit mobilen Gesundheitsdiensten medizinische Hilfe auch in abgelegene Dörfer.
Gleichzeitig sensibilisieren wir die Bevölkerung, damit Krankheiten früh erkannt und behandelt werden können, bevor sie zu Behinderungen oder lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Unser Ziel ist es, nicht nur Krankheiten zu behandeln, sondern gemeinsam mit lokalen Partnern starke Gesundheitssysteme aufzubauen, die langfristig selbstständig funktionieren und auch den Ärmsten den Zugang zu einer hochwertigen Gesundheitsversorgung ermöglichen.
Mehr zu unserer Arbeit
Wo in Kamerun ist FAIRMED tätig?
FAIRMED arbeitet in Kamerun in verschiedenen abgelegenen Regionen. Im Projekt Mapé sind wir in den Gesundheitsbezirken Malantouen, Yoko und Bankim im Westen Kameruns tätig. Dort verbessern wir den Zugang zu medizinischer Versorgung für arme und benachteiligte Menschen. Das Projekt Maàgnike-ko liegt hingegen in Abong-Mbang im Osten Kameruns. Dort unterstützen wir besonders die indigene Bevölkerung der Baka beim Zugang zu Gesundheit.
Was macht FAIRMED für Frauen und Kinder?
FAIRMED ermittelt und beseitigt Hindernisse, mit denen Frauen beim Zugang zu Gesundheitsdiensten, Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten konfrontiert sind. Wir fördern die Selbstbestimmung und Führungsrolle von Frauen innerhalb der Gemeinschaften und auch innerhalb unserer Organisation.
Ausserdem dient uns die Gesundheitsversorgung von Schwangeren und Müttern als wichtiger Zugang, um besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu erreichen. Dafür unterstützen wir mobile Gesundheitsdienste und Vorsorgeuntersuchungen, verbessern die Ausstattung von Gesundheitseinrichtungen, schulen medizinisches Personal und fördern eine sichere Geburten und die Nachsorge. Hier erfahren Sie mehr dazu.
Leistet FAIRMED auch Nothilfe?
In Krisensituationen – etwa bei Cholera-, Masern- oder Mpox-Ausbrüchen oder nach Überschwemmungen – unterstützt FAIRMED die Betroffenen mit schnellen, gezielten Massnahmen.
Wir verbinden langfristige Entwicklungszusammenarbeit mit humanitärer Hilfe. Gemeinsam mit den Gemeinden stärken wir ihre Fähigkeit, sich auf Krisen vorzubereiten, Risiken frühzeitig zu erkennen und im Ernstfall rasch zu handeln. Dies gelingt uns unter anderem dank unseren lokalen Mitarbeitenden. Sie leben nahe an den betroffenen Gebieten und können innerhalb weniger Stunden auf neue Herausforderungen reagieren. Sie müssen nicht erst von weit entfernt anreisen, sondern sind bereits vor Ort. Sie sind zudem gut mit den lokalen Behörden vernetzt und wissen, wie man Lebensmittel, Kleidung und Medikamente organisiert.
So entstehen widerstandsfähige Gesundheitssysteme, die den Menschen nicht nur im Alltag, sondern auch in den schwierigsten Momenten Sicherheit und Hoffnung geben.
Welche NTDs sind in Kamerun verbreitet?
In Kamerun sind vernachlässigte Tropenkrankheiten wie Lepra, Buruli Ulkus, Frambösie, Lymphatische Filariose, Onchozerkose, Schistosomiasis, Wurmerkrankungen, Trachom, die Afrikanische Schlafkrankheit und Leishmaniose verbreitet.
Was macht FAIRMED gegen Korruption?
Da Korruption auf lokaler Regierungsebene vorkommen kann, betreibt FAIRMED in alle Projektländern eigene Länderbüros und kontrolliert dort den Geldfluss direkt. Gelder gehen nie an Regierungen, sondern ausschliesslich an sorgfältig ausgewählte Mitarbeitende vor Ort. Bei der Projektplanung wird die Zusammenarbeit mit Partnern klar definiert – inklusive Zuständigkeiten und Finanzierungsquellen.
Strenges Monitoring und externe Audits stellen sicher, dass Unregelmässigkeiten und Abweichungen in unseren Projekt-Aktivitäten und deren Finanzierung auffallen. Zudem setzt FAIRMED in Kamerun und in allen Projektländern Anti-Korruptionsprogramme ein, führt Risikoanalysen durch und sorgt mit Berichtssystemen für Transparenz.
Arbeitet FAIRMED mit der Regierung zusammen?
FAIRMED arbeitet in Kamerun seit vielen Jahren eng mit der Regierung zusammen, um das Gesundheitssystem nachhaltig zu stärken. Unter anderem analysieren wir zusammen mit den Behörden die Herausforderungen in der Leistungserbringung und entwickeln gemeinsam wirksame, bedarfsgerechte und lokal angepasste Lösungen.
Unter anderem unterstützt FAIRMED die nationalen NTD-Programme beim Ausbau der Gesundheitsversorgung. Dazu gehören:
Ausbildung von Gesundheitsfachpersonen und Community Health Workers
Verbesserung der Diagnostik und Wundversorgung
Stärkung der Gesundheitsdaten und des Meldesystems
Sensibilisierung der Bevölkerung sowie Früherkennung und Überweisung von Betroffenen
Zusammenarbeit mit traditionellen Heilerinnen und Heilern, ehemaligen Patientinnen und Patienten sowie lokalen Führungspersonen
So trägt FAIRMED dazu bei, dass Gesundheitsleistungen besser koordiniert werden und auch abgelegene Bevölkerungsgruppen Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Versorgung erhalten.
Darüber hinaus hat FAIRMED schon mehrfach in Zusammenarbeit mit der Regierung gross angelegte Medikamenten-Kampagnen zur Bekämpfung der Frambösie durchgeführt. Hier erfahren Sie mehr dazu.
Wie kann ich für die Kamerun-Projekte spenden?
Mit Ihrer Unterstützung schenken Sie Hoffnung und helfen mit, dass auch die Menschen in den entlegensten Regionen Kameruns medizinische Versorgung erhalten. Hier geht's zur Spendenseite. Vielen Dank!
Wir wirkt meine Spende und kommt sie an?
Dank Ihrer Spende erhalten auch die Ärmsten in Kamerun Zugang zu dringend benötigter Gesundheitsversorgung. Wie wir dies zusammen mit Menschen wie Ihnen schaffen, erfahren Sie in in unserem Online-Magazin und im FAIRMED-Jahresbericht. Und falls Sie regelmässige Eindrücke von unserer Arbeit und den Menschen vor Ort erhalten möchten, folgend Sie uns auf Social Media und abonnieren Sie unseren Newsletter. In Kamerun haben wir im letzten Jahr unter anderem:
114 468 Menschen erreicht
10 359 Menschen behandelt
6384 sichere Geburten ermöglicht
412 Gesundheitsfachpersonen und Gesundheitshelfende aus- und weitergebildet
Die Stiftung ZEWO bestätig uns ausserdem regelmässig mit ihrem Gütesiegel, dass wir Spenden effizient und zweckgerichtet einsetzen. Sie bewertet zusätzlich unsere Integrität, Transparenz und Nachhaltigkeit. Seit 1963 tragen wir das ZEWO-Gütesiegel, das garantiert, dass Spendengelder direkt in unsere Projekte fliessen und wir unsere Verwaltung schlank und klein haten. Es ist ein Beweis von neutraler Stelle, dass bei uns die betrieblichen Abläufe professionell und effizient sind und ständig verbessert werden. Zudem legen wir in unseren Jahresberichten sämtliche Ausgaben offen und zeigen auf, was wir bewirken konnten und wie wir Ihre Spenden eingesetzt haben.
Die FAIRMED-Projekte in Kamerun
Kamerun
Projekt «Maàgnike-ko»
Kamerun
Projekt «Mapé»
Kamerun
Bekämpfung von Haut-NTDs
Haben Sie Fragen zu den Projekten?
Dann steht Ihnen Vanessa Konaté, unsere Verantwortliche für die Projekte in Kamerun und der Zentralafrikanische Republik, gerne zur Verfügung. Sie erreichen sie per E-Mail an info@fairmed.ch.
Ihre Spende hilft!
Mit Ihrer Spende schenken Sie den ärmsten Menschen in Kamerun die Chance auf eine gesunde Zukunft. Jeder Beitrag hilft, Leben zu verändern.

